Littler überrollt Clayton und gewinnt Nacht 12 der Premier League

Luke Littler jubelt nach seinem Sieg.
Luke Littler jubelt nach seinem Sieg.Taylor Lanning/PDC

Luke Littler hat für das verlorene Finale der Vorwoche Revanche genommen. Im Endspiel von Nacht 12 der Premier League besiegte der Weltmeister Tabellenführer Jonny Clayton deutlich mit 6:1.

Für Littler ist es der vierte Tagessieg der Saison, wodurch der Engländer mit Clayton gleichzieht. Beide Spieler haben zudem nur ein Endspiel verloren. Da Littler jedoch einmal häufiger in der 1. Runde scheiterte, bleibt Clayton vor seinem jungen Konkurrenten.

Zum Match-Center: Jonny Clayton vs. Luke Littler

Im Finale von Liverpool erwischte Littler den besseren Start, profitierte jedoch davon, dass Clayton im ersten Leg das Bullseye zum Break verpasste. Stattdessen war er der Weltmeister, der sich das 2:0 sicherte und dies nach einem weiteren verpassten Bullseyes seines Gegners bestätigen konnte. Claytons Probleme auf die Doppel hielten an, sodass "The Nuke" auch das Break zum 4:0 geschenkt bekam.

Nach dem 0:5 meldete sich Clayton mit einem ersten Leggewinn im Finale an, doch ein Comeback konnte er nicht mehr starten – obwohl er zwei 180er im siebten Leg werfen konnte.

In der Tabelle gibt es in dieser Woche wenig Bewegung. Clayton (32 Punkte), Littler (29), Gerwyn Price (19) und Michael van Gerwen (18) bleiben weiter auf den Playoff-Plätzen. Neuer Fünfter ist Gian van Veen (14), der an Luke Humphries (13) vorbeigezogen ist. Stephen Bunting (11) bleibt Siebter, Josh Rock (8) auf Platz 8.

Starker Littler schockt überragenden MVG

Einen dominanten Auftritt legte Clayton im Halbfinale hin. Mit einem Average von 102,37 sowie 66,67 % auf die Doppel – darunter Finishes von 101, 121 und 156 – gewann der Waliser am Ende erstaunlich knapp mit 6:5 gegen van Veen. Im Decider verpasste der Niederländer das Bullseye zum Sieg und kassierte in der Folge das 46er-Checkout zur Niederlage.

Noch besser auf die Doppel: Littler. Der Weltmeister traf 6 seiner 7 Würfe auf die Doppel (85,71 %) und kombinierte dies mit einem Average von 102,06. Das dies nach dreimaligem Break-Rückstand zu einem 6:5 gegen van Gerwen reichte, war dennoch nicht klar. "Mighty Mike" spielte mit 107,54 nämlich einen noch deutlich besseren Average und traf zudem neun 180er und 71,43 % seiner Doppel. Im Decider konnte er aber den Anwurfnachteil nicht mehr überkommen.

Rocks Serie reißt – Humphries mit "Double Trouble"

Zum Auftakt in den Abend feierte van Veen ein 6:4 über Gerwyn Price. Es war das Duell der einzigen beiden Spieler, die in beiden Vorwochen ohne Sieg geblieben waren. In einem frühen Break-Festival verpasste der Waliser eine späte Chance zum Rebreak, sodass der "Giant" auch mit einem Average von 90,97 gewinnen konnte.

Große Probleme auf die Doppel hatten dann sowohl Bunting als auch Clayton, die beide erst spät in ihren Rhythmus fanden. Beim 6:5 für den Tabellenführer profitierte der Waliser vom Anwurfvorteil. Nach fünf Breaks im ersten Match des Abends blieb das zweite Viertelfinale ohne Anwurfverlust.

Im Anschluss endete die längste aktive Serie an Wochen ohne Viertelfinal-Aus. Der Tabellenletzte Rock musste erstmals seit Nacht 7 wieder ohne Punkte die Heimreise antreten. Gegen van Gerwen gab es ein 3:6.

Zum Abschluss der 1. Runde kam es zum Duell zwischen den beiden Lukes – Humphries und Littler. Im Duell der beiden besten Spieler der World Rankings trieben sich beide zu guten Leistungen und kamen auf Averages von knapp unter 100. Doch während "The Nuke" gut 46 % seiner Doppel traf, kam "Cool Hand Luke" nur auf eine Quote von schwachen 18 %. Entsprechend deutlich war auch das 6:2 für Littler.