Van Gerwen gewinnt Nacht 1 der Premier League – Van Veen verpasst Debüt-Sieg

Michael van Gerwen ist nach seiner schwachen Leistung beim World Masters wieder obenauf.
Michael van Gerwen ist nach seiner schwachen Leistung beim World Masters wieder obenauf.Kieran Cleeves/PDC

WM-Finalist Gian van Veen hat seinen ersten Tagessieg beim Premier-League-Debüt verpasst. Die niederländische Nummer eins verlor das Finale in Newcastle gegen Landsmann Michael van Gerwen mit 4:6.

Van Veen, der im Halbfinale Jonny Clayton mit 6:4 besiegte, spielte einen guten Abend, fand im Finale aber nicht mehr zu seinem Scoring. Während van Gerwen6:2 im Halbfinale gegen Luke Humphries – immer wieder hohe Aufnahmen hervorbrachte und sechs 180er warf, konnte der "Giant" nur eine werfen und fiel unter anderem auch deswegen auf einen Average von 90,57 – über sieben Punkte schwächer als der seines Gegners (97,81).

Zum Match-Center: Gian van Veen vs. Michael van Gerwen

Van Gerwen warf in seinen ersten beiden Aufnahmen fünf perfekte Darts und breakte seinen jungen Landsmann direkt im ersten Leg. "Mighty Mike" spielte das Finale fortan von vorne weg. Auch die Doppel, die beim siebenmaligen Premier-League-Sieger in den letzten Monaten und Jahren immer wieder ein Problem waren, blieben stabil. So nutzte er seine Chancen und die Einladungen von van Veen, der nur vier seiner 14 Würfe auf die Doppel traf (28,57 %).

Mit seinem Sieg am ersten Spieltag übernimmt van Gerwen mit 5 Punkten auch die Führung in der Tabelle vor van Veen mit 3 Punkten. Dritter ist Clayton mit 2 Punkten vor dem punktgleichen Humphries – der Waliser hat die bessere Leg-Differenz. Gerwyn Price führt die punktlosen Spieler auf Platz 5 an. Dahinter folgen Luke Littler auf Platz 6, Josh Rock auf Rang 7 und Stephen Bunting auf dem achten Platz.

Littler verliert Auftaktmatch

Der Weg von Weltmeister Littler endete bereits in der 1. Runde. Der Engländer verlor in einer Wiederholung des WM-Finals gegen van Veen mit 4:6. Auch 2025 startete der 19-Jährige mit einer Niederlage in die Premier League. Der zweite Debütant, Rock, eröffnete den Abend gegen Clayton und verlor trotz eines Average von 101,83 mit 2:6. Der Waliser übertrumpfte die Top-Leistung von "Rocky" mit einem 3-Dart-Schnitt von 109,81.

Auch Humphries zeigte sich von seiner besten Seite und spielte in seinem Auftaktmatch einen Average von 104,55. Im Duell der ehemaligen Weltmeister gegen Price reichte dies aber beinahe nicht. Der Waliser spielte mit 94,92 zwar einen klar schwächeren Average, doch mit dem Anwurf-Vorteil im Rücken konnte der "Iceman" von vorne wegspielen. Erst im entscheidenden elften Leg zeigten beide sonst doppelstarken Spieler Nerven, ehe Humphries zum 6:5 breakte.

Bunting, der 2025 bis Abend 9 warten musste, ehe er sein erstes Match und dann direkt den Tag gewann, kam auch 2026 nicht gut ins Turnier. Gegen van Gerwen gab es ein 2:6. Besonders die Doppelquote von gerade einmal 25 Prozent war nicht gut genug.