Fährmann kam 2003 im Alter von 14 Jahren nach Gelsenkirchen, spielte gemeinsam mit Manuel Neuer in der "Knappenschmiede". Für die Profis debütierte der ehemalige Junioren-Nationaltorhüter im September 2008 ausgerechnet im Derby bei Borussia Dortmund. "Ich war nie das große Torwarttalent, sondern eher der harte Arbeiter, der sich den Weg bis nach oben erarbeitet hat", sagt er heute.
Insgesamt absolvierte Fährmann 289 Pflichtspiele für S04, gewann 2018 die Bundesliga-Vizemeisterschaft und feierte 2022 als Meister den Bundesliga-Aufstieg. Neben Schalke spielte er für Eintracht Frankfurt, Norwich City (England) und Brann Bergen (Norwegen). Letztlich führte sein Weg aber immer zurück in den Ruhrpott. "Für Vereine wie Real Madrid, den FC Barcelona oder den FC Liverpool hätte ich es wahrscheinlich aufgegeben, aber die restlichen Vereine sind zu meiner aktiven Zeit nie an Schalke herangekommen", sagt Fährmann.
Zu seiner Geschichte gehörten aber auch der Abstieg 2021, die "Kuchen-Debatte" und das Zerwürfnis mit der sportlichen Führung. Sein letztes Spiel bestritt er bereits im Januar 2024, ehe sein Vertrag im letzten Sommer auslief. "Ich liebe diesen Verein abgöttisch", sagt Fährmann: "Das wird sich auch nicht ändern, nur weil sich ein paar handelnde Personen im Verein mir gegenüber nicht wirklich fair verhalten haben. Ich trage den Mythos Schalke immer im Herzen."
