Der "ewige" Manu: Neuer und die "letzte WM" als sein "absolutes Geschenk"

Die WM 2026 ist das letzte große Turnier von Neuer
Die WM 2026 ist das letzte große Turnier von NeuerReuters/Scott Kinser

Manuel Neuer ist wieder da - und fühlt sich pudelwohl in seiner Rolle. Der nächste Rekord wartet.

Manuel Neuer ließ dem 1000-Tage-Bundestrainer großzügig den Vortritt. Und so hielt plötzlich Jubilar Julian Nagelsmann höchstpersönlich im Training ein paar Bälle, ehe die eigentliche Nummer 1 wieder ihren neuen, alten Stammplatz einnahm. Auch im zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) wird Neuer im Tor stehen - und mal wieder einen Rekord aufstellen.

Mit dann 21 Einsätzen löst der 40-Jährige bei seiner fünften Weltmeisterschaft den Franzosen Hugo Lloris als WM-Rekordtorhüter ab. Ältester deutscher Nationalspieler ist Neuer bereits seit seinem 125. Einsatz gegen Curacao (7:1) zum Turnierstart, auch war kein DFB-Kicker bei einer WM je älter als er. Aber alt?

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WM-Teilnahme "ein absolutes Geschenk"

Gut, mit 42 will er dann wirklich nicht mehr zum nächsten Turnier, der EM 2028. Diese WM, meinte Neuer, werde sein "letztes" sein. Das stehe für ihn "im Prinzip" fest. "Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen." Aber diese WM wollte er ja eigentlich auch nicht spielen - jetzt empfindet er sie als "ein absolutes Geschenk".

Wie sein Comeback zustande kam? Er sei "aus gutem Grund zurückgetreten" nach der "tollen" Heim-EM 2024, sagte er, es sei angesichts der Belastung "die richtige Entscheidung" gewesen. Aber der Kontakt zu Nagelsmann sei nie abgerissen - und schließlich habe der Bundestrainer gefragt, ob er sich das XXL-Turnier zutraue.

Nach dem teils berauschenden Start wartet am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto "eine sehr starke Mannschaft auf uns", sagte Neuer, "wir wissen, was uns erwartet - aber die Elfenbeinküste weiß auch, was sie erwartet".

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"Gesunde Mischung" im Team

Unter anderem der "ewige" Manu mit seiner berühmten "Aura". Was es damit auf sich hat? "Müssen Sie sagen, ich bin ja gerade in den Raum gekommen...", scherzte er im Uni-Hörsaal von Winston-Salem. Im Grunde sei es aber so: Er gebe den Vorderleuten "ein vertrauensvolles Gefühl, da ist noch jemand, auf den ich mich verlassen kann".

Auch noch mit 40. "Wichtig ist der Schlaf, die Ernährung, wie man sich so verhält", erklärte Neuer, wie er sich fit hält, er wisse da "immer, was zu tun ist". Und die rechtzeitig genesene "Wade der Nation" ist bei Teamarzt Jochen Hahne, der Neuer auch bei den Bayern betreut, in besten Händen.

Reicht es für den großen Wurf? "Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen", sagte Neuer, die DFB-Auswahl verfüge über eine "gesunde Mischung von frechen jungen Spielern, die sehr agil sind, und erfahrenen, die schon viel erlebt haben." Wie der "ewige" Manuel Neuer.

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Deutschland wurde in Gruppe E gelost
Deutschland wurde in Gruppe E gelostČTK / imago sportfotodienst / Alberto Gardin