Dabei lag Assefa nach 40 Kilometern noch klar auf Weltrekordkurs. Doch dann bekam sie plötzlich Probleme, fing teilweise an zu humpeln und verlor Tempo. Dennoch verbesserte die Olympia-Zweite von Paris ihre bisherige Bestleistung noch um 49 Sekunden, ihre 2:11:04 Stunden sind die drittbeste Zeit der Geschichte. Für Assefa war es nach 2022 und 2023 bereits der dritte Triumph in Berlin, trotzdem war sie hinterher untröstlich.
Laut Renndirektor Mark Milde verhinderte eine Verletzung an der rechten Achillessehne den Weltrekord. Der "Schmerz" sei "kaum vorstellbar", sagte Milde der Nachrichtenagentur AFP: "Schweren Herzens haben wir gesehen, wie sie einen Streckenrekord aufgestellt hat. Aber es hätte noch viel mehr werden können."
Adola gewinnt bei den Herren
Im Vorfeld hatte Assefa angekündigt, in Berlin ihre persönliche Bestzeit angreifen zu wollen. Beim Rennen selbst setzte sie sich früh von der Konkurrenz ab und lief in einem Wahnsinns-Tempo scheinbar mühelos Richtung Weltrekord. Doch dann brach die 29-Jährige noch ein.
Dass sie eigentlich in Topform ist, hatte Assefa schon zuletzt im April in London mit ihren 2:15:41 Stunden gezeigt, als sie den Weltrekord in einem reinen Frauenrennen verbesserte.
Esther Pfeiffer, die den deutschen Rekord angepeilt hatte, musste nach 13 Kilometern aufgeben.
Bei den Männern gewann nach der verletzungsbedingten Absage von Weltrekordler Sabastian Sawe (Kenia) der Äthiopier Guye Adola (2:02:50).
