"Ich bin noch nie so ungern zu einer Pressekonferenz gekommen. Heute ist ein trauriger Tag für Berlin. Denn Olympische und Paralympische Spiele wären eine Riesenchance gewesen. Für Berlin, für Ostdeutschland und für die nachfolgenden Generationen", sagte Wegner.
Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), erklärte: "Der DOSB akzeptiert und bedauert den Rückzug der Berliner Bewerbung. Gleichwohl nötigt uns dieser Schritt den allerhöchsten Respekt ab. Dass Berlin die nationale und internationale Bedeutung der Entscheidung von Baden-Baden über seine eigenen Interessen stellt, ist ein großes Zeichen von Fairness und Respekt."
Traum ist geplatzt – auch aus politischen Gründen
Die Berliner Bewerbung stand schon länger unter Druck. Anders als in München und Nordrhein-Westfalen fehlte ein Referendum, als Gegner formierte sich eine starke "NOlympia"-Bewegung, seit Sonntag war auch die Unterstützung der Politik fraglich.
Elif Eralp – Spitzenkandidatin der Linken und Anwärterin auf das Amt der Regierenden Bürgermeisterin – hatte nach dem Wahlsieg ihrer Partei in Berlin ihre Ablehnung der Olympiapläne deutlich gemacht.
Hinzu kam am Dienstag der Bericht der zuständigen Evaluierungskommisson. Dort hatte die Kampagne Berlin+, die mit Partnern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen angetreten war, gegenüber München und Rhein-Ruhr klar das Nachsehen gehabt. Hamburg war nach einem negativ ausgefallenen Bürgerentscheid im Mai aus dem Rennen ausgeschieden.
