Wegen Bundestrainer Kreis: Brandt erklärt Rücktritt aus DEB-Team

Brandt zeigt in der DEL seit Jahren starke Leistungen
Brandt zeigt in der DEL seit Jahren starke LeistungenČTK / imago sportfotodienst / Sebastian Räppold/Matthias Koch

Vier Jahre nach seinem letzten Länderspiel hat Marcel Brandt seinen Rücktritt aus der Eishockey-Nationalmannschaft erklärt. "Das zwischen uns ist beendet", sagte der torgefährlichste Verteidiger der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dem Fachblatt Eishockey News. Als Grund nannte der 33-Jährige, der zuletzt bei den Olympischen Spielen 2022 für Deutschland auf dem Eis gestanden hatte, die konsequente Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Harold Kreis.

"Wenn Aussagen kommen von einem Bundestrainer wie: 'Du hast mich die letzten drei Jahre nicht interessiert, und ich habe dich nicht beobachtet oder generell geschaut, was du machst.' Dann ist das für mich Aussage genug. Das ist einfach ein No-Go", sagte Marcel Brandt, der mit 16 Toren in der vergangenen Hauptrunde erneut treffsicherster deutscher Abwehrspieler in der DEL war – wie schon in den fünf Jahren zuvor.

Nachdem Brandt unter dem damaligen Bundestrainer Toni Söderholm bei der WM 2021 und Olympia 2022 noch zum Stammpersonal gezählt hatte, berief ihn Kreis nicht ein einziges Mal ins Nationalteam. "Ich war immer offen, ich habe immer gewartet auf einen Anruf. Der ist nie gekommen", sagte der Profi von den Straubing Tigers.

Kein böses Blut

Auch zur WM in der Schweiz (15. bis 31. Mai) habe es keine Einladung von Kreis gegeben, aber immerhin eine Aussprache. "Er hat sich entschuldigt dafür, er kann die Zeit nicht zurückdrehen", berichtete Brandt, "wir sind im Guten auseinandergegangen."

Er habe mit seiner Frau entschieden, "dass ich nicht mehr für Deutschland spielen werde – und das hat er akzeptiert". Kreis erklärte im Interview mit MagentaSport: "Er hat aus persönlichen Gründen abgesagt."