TOPS
Bozen – Bollwerk, Effizienz & Statement-Spiele
Der HCB Südtirol präsentierte sich über den gesamten Monat hinweg als eines der stabilsten Teams der Liga. Die Südtiroler feierten mehrere Siege in Serie, darunter das 4:1 in Salzburg sowie den spektakulären 9:1-Derbysieg gegen Pustertal, der die Tabellenlage spürbar veränderte. Auffällig war vor allem das kompakte Defensivverhalten rund um ein starkes Torhüter-Duo, kombiniert mit effizienter Chancenverwertung. Bozen positionierte sich damit klar als Spitzenmannschaft und liegt aktuell auf Platz 3.
HC Pustertal – Das Team der Stunde
Der HC Pustertal behauptete sich nachhaltig in der oberen Tabellenregion und führt sie aktuell sogar an. Die Wölfe punkteten auswärts in Wien, setzten sich in Villach durch und entschieden auch das schwere Auswärtsspiel in Salzburg für sich. Selbst nach Rückschlägen, wie dem Derby gegen Bozen, blieb die Mannschaft strukturiert und stabil. Besonders beeindruckend: Henry Bowlbys Viererpack gegen Linz sowie die durchgängige Gefahr im Umschaltspiel. Pustertal bleibt damit ernsthafter Anwärter auf die Top-4.
KAC – Klare Struktur & stabile Umsetzung
Der KAC zeigte im Oktober einen ruhigen, kontrollierten Spielansatz und setzte diesen über weite Strecken stabil um. Besonders auffällig war die kompakte Defensive, die dem Gegner wenig Raum ließ, kombiniert mit geduldigem Spiel im Scheibenbesitz. Der Rekordmeister entschied mehrere enge Spiele für sich und ließ sich auch bei knapper Führung nicht aus der Struktur bringen. Sie konnten sechs Spiele nur mit einem Tor Vorsprung gewinnen. Klagenfurt arbeitete sich so konstant in die obere Tabellenregion und hinterließ den Eindruck eines Teams mit klarer Identität.
Olimpija Ljubljana – Offensivmaschine der Liga
Olimpija Ljubljana überzeugte auch im Oktober mit Konstanz, Tempo und beeindruckender Durchschlagskraft. Der Tabellenzweite entschied Topspiele gegen Salzburg und den KAC für sich und zeigte einmal mehr, dass die Offensive rund um Nicolai Meyer und T.J. Brennan in der Liga Maßstäbe setzt. Selbst in engen Partien behielt das Team die Ruhe und punktete regelmäßig. Mit hoher Spielkultur und effektivem Powerplay festigte Olimpija seine Rolle als eines der komplettesten Teams der Liga.
FLOPS
Red Bull Salzburg – Zwischen Anspruch und Ergebniskrise
Der Meister erlebte einen Monat voller Rückschläge. Niederlagen gegen Bozen, Ljubljana, Pustertal und sogar die Pioneers ließen Salzburg zeitweise aus der Spitzengruppe rutschen. Zwar gab es einzelne Entlastungssiege, doch die Mannschaft hatte Probleme, Spiele über 60 Minuten zu kontrollieren. Die Effizienz im Powerplay und die defensive Abstimmung standen dabei besonders im Fokus. Für den Titelverteidiger war der Oktober ein Warnsignal.
HC Innsbruck – Gute Ansätze, aber kein Durchbruch
Der Overtime-Sensationssieg gegen Ljubljana war ein positiver Höhepunkt, änderte aber wenig am Gesamtbild. Innsbruck verlor mehrere Direktduelle gegen Teams aus dem Mittelfeld und fand defensiv selten Stabilität. Phasenweise wirkten die Haie strukturell besser als im September, doch es gelang weiterhin nicht, Leistungen über längere Strecken konstant abzurufen. Innsbruck blieb damit klar im unteren Tabellendrittel hängen.
Vienna Capitals – Stabiler hinten, aber zu wenig Durchschlagskraft
Die Vienna Capitals hielten viele Spiele lange offen, konnten daraus aber zu selten Punkte mitnehmen. Defensiv stand die Mannschaft zwar geordneter als noch zum Saisonstart, doch im Angriff fehlte es über weite Strecken an Präsenz und an klar herausgespielten Torchancen. Wien produzierte zu wenig Druckphasen und war dadurch stark auf Einzelaktionen angewiesen. Die Folge: Mehrere knappe Niederlagen und ein Abrutschen in die untere Tabellenhälfte. Sie stehen nur auf Rang 11 in der aktuellen Tabelle. Außerdem haben sich die Caps von ihrem Head-Coach Gerry Fleming getrennt und werden zurzeit von Interimstrainer Fabian Scholz betreut.
Pioneers Vorarlberg – Überraschungen, aber zu selten
Den Pioneers Vorarlberg gelang mit dem Overtime-Sieg gegen Salzburg ein großer Moment. Über den Monat hinweg fehlte jedoch die Konstanz. Sie konnten nur zwei Siege feiern und sammelten vor allem zu wenig Punkte aus direkten Duellen im Tabellenkeller. Die Substanz im Kader reicht in engen Spielen derzeit nicht regelmäßig aus, um den letzten Platz zu verlassen und in Richtung Mittelfeld vorzustoßen.
