NHL: Draisaitl mit vier Scorern bei Oilers-Show – Hurricanes erklimmen die Spitze

Die Carolina Hurricanes feierten am Donnerstagabend einen spektakulären Sieg in der NHL.
Die Carolina Hurricanes feierten am Donnerstagabend einen spektakulären Sieg in der NHL.James Guillory-Imagn Images via REUTERS

Eishockey-Star Leon Draisaitl hat mit den Edmonton Oilers nach dem bitteren NHL-Restart eindrucksvoll zurück in die Spur gefunden. Mit einem 8:1-Kantersieg gegen die Los Angeles Kings schossen sich die Kanadier um den deutschen Olympia-Fahrer Draisaitl den Frust von der Seele, der ehemalige MVP steuerte vier Scorerpunkte bei.

Los Angeles Kings 1:8 Edmonton Oilers

24 Stunden zuvor hatten die Oilers ihre erste Partie nach den Winterspielen mit 5:6 bei den Anaheim Ducks verloren, auch vor Olympia lief es mit drei Niederlagen am Stück nicht.

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Nachdem Draisaitl, der mit dem deutschen Team ein enttäuschendes Olympia-Turnier in Mailand erlebt hatte, gegen die Ducks ohne Torbeteiligung geblieben war, platzte der Knoten im zweiten Drittel. In Überzahl verbuchte der 30-Jährige beim Assist zum 5:1 seinen ersten Scorer. Im Schlussdrittel legte Draisaitl seinen Treffer zum 6:1 sowie zwei weitere Vorlagen nach.

Ottawa Senators 1:2 (OT) Detroit Red Wings

Beim engen deutschen Duell zwischen Tim Stützles Ottawa Senators und Moritz Seiders Detroit Red Wings spielten die beiden Deutschen ebenfalls wichtige Rollen. Stützle bereitete die Führung seiner Mannschaft durch Olympiasieger Brady Tkachuk vor. Seider assistierte beim Ausgleich durch Dylan Larkin, der mit seinem zweiten Treffer auch für den 2:1-Sieg nach Verlängerung für Detroit sorgte.

Während die Red Wings wie auch Draisaitls Oilers klar auf Playoff-Kurs liegen, müssen die Senators sich dafür als Elfter in der Eastern Conference noch strecken.

St. Louis Blues 5:1 Seattle Kraken

Nationaltorhüter Philipp Grubauer gab sein Comeback zwischen den Pfosten, ihn traf es aber noch härter als seinen Teamkollegen am Tag zuvor. Mit den Seattle Kraken kassierte Grubauer beim 1:5 gegen die St. Louis Blues die zweite Klatsche nacheinander, bei der klaren Niederlage gegen die Dallas Stars (1:4) hatte noch sein US-amerikanischer Kollege Joey Daccord das Tor gehütet.

Dylan Holloway ragte mit einem Hattrick und einer Vorlage heraus und war der überragende Spieler des Abends. Seattle konnte nur kurzzeitig mithalten und geriet im zweiten Drittel entscheidend ins Hintertreffen. St. Louis beendete damit eine Negativserie und zeigte eine dominante Vorstellung vor heimischem Publikum. 

Colorado Avalanche 2:5 Minnesota Wild

Besser lief es für Nico Sturm, der Angreifer gewann mit Minnesota Wild 5:2 gegen Colorado Avalanche. Matt Boldy überzeugte mit zwei Toren und zwei Assists, während Filip Gustavsson mit 44 Paraden glänzte. Sturm stand neun Minuten auf dem Eis.

Colorado hielt lange dagegen, musste sich aber letztlich der Effizienz und Tiefe der Wild geschlagen geben. Minnesota baute seine Siegesserie auf sechs Spiele aus und bestätigte seine derzeitige Topform eindrucksvoll.

Boston Bruins 4:2 Columbus Blue Jackets

Auch Headcoach Marco Sturm und die Boston Bruins jubelten beim 4:2 gegen die Columbus Blue Jackets wieder. Zuvor hatte Boston zweimal nach Verlängerung verloren. Überragender Mann war Torhüter Joonas Korpisalo mit 36 Paraden, der trotz zwischenzeitlicher Auswechslung nach einer Kollision zurückkehrte und gegen sein Ex-Team glänzte. Zwei Treffer von Viktor Arvidsson sowie Tore von Morgan Geekie und Sean Kuraly sicherten Boston den Sieg und verlängerten die eigene Punkteserie auf acht Spiele.

Columbus zeigte sich keineswegs unterlegen und erspielte sich zahlreiche Chancen, scheiterte jedoch immer wieder an Korpisalo. Kirill Marchenko und Adam Fantilli trafen für die Gäste, die zuvor 11 ihrer letzten 12 Spiele gewonnen hatten. Trainer Rick Bowness lobte die Leistung seines Teams trotz der Niederlage, während Boston insbesondere seine Effizienz und Torhüterleistung als entscheidenden Faktor verbuchen konnte. 

Carolina Hurricanes 5:4 Tampa Bay Lightning

Die Carolina Hurricanes setzten sich in einem spektakulären Spiel mit 5:4 gegen Tampa Bay durch, obwohl sie eine 3:0-Führung aus der Hand gaben. Den entscheidenden Treffer erzielte Sebastian Aho im Schlussdrittel per Powerplay. Carolina baute damit seine Siegesserie auf vier Spiele aus und ist seit elf Partien in Folge punktend.

Tampa Bay kämpfte sich nach schwachem Start eindrucksvoll zurück ins Spiel, konnte die Wende jedoch nicht vollenden. Brayden Point und Nikita Kucherov gehörten zu den auffälligsten Spielern, letzterer verlängerte seine Punkteserie auf zwölf Spiele. Am Ende machte jedoch Carolinas starker Beginn den Unterschied in einer intensiven Partie. 

Florida Panthers 5:1 Toronto Maple Leafs

Die Florida Panthers dominierten die Toronto Maple Leafs mit 5:1 und legten den Grundstein bereits im ersten Drittel mit drei Treffern. Brad Marchand erzielte zwei Tore, während Evan Rodrigues mit einem Treffer und einer Vorlage überzeugte. Torhüter Sergei Bobrovsky zeigte ebenfalls eine starke Leistung mit 28 Saves.

Toronto fand nach dem frühen Rückstand nie richtig ins Spiel, obwohl John Tavares im Schlussdrittel verkürzen konnte. Trainer Craig Berube bemängelte vor allem den schwachen Start seines Teams, während Florida nach der Olympiapause einen überzeugenden Wiedereinstieg feierte. 

Montreal Canadiens 3:4 (OT) New York Islanders

Die New York Islanders drehten ein bereits verloren geglaubtes Spiel und gewannen mit 4:3 nach Verlängerung in Montreal. Jean-Gabriel Pageau erzielte den Siegtreffer in der Overtime, nachdem Anders Lee kurz vor Schluss den Ausgleich markiert hatte.

Montreal hatte die Partie lange im Griff und führte zwischenzeitlich mit zwei Toren. Noah Dobson glänzte mit zwei Treffern, doch die Islanders bewiesen Moral und kamen dank eines starken zweiten Drittels zurück. Trainer Patrick Roy hob besonders den Charakter seines Teams hervor. 

Pittsburgh Penguins 4:1 New Jersey Devils

Die Pittsburgh Penguins gewannen ihr erstes Spiel ohne Sidney Crosby mit 4:1 gegen die New Jersey Devils. Evgeni Malkin glänzte mit zwei Assists, während vier verschiedene Torschützen für die Penguins trafen. Torhüter Arturs Silovs war mit 28 Paraden ein sicherer Rückhalt.

New Jersey steckt derweil weiter in einer Krise und kassierte die fünfte Niederlage in Folge. Trotz zwischenzeitlichem Ausgleich durch Paul Cotter konnte das Team das Spiel nicht offen halten. Pittsburgh nutzte seine Chancen im Schlussdrittel konsequent. 

Nashville Predators 4:2 Chicago Blackhawks

Die Nashville Predators drehten das Spiel im Schlussdrittel und gewannen mit 4:2 gegen die Chicago Blackhawks. Drei Tore im letzten Abschnitt durch Matthew Wood, Ryan O’Reilly und Steven Stamkos entschieden die Partie zugunsten der Gastgeber.

Chicago hatte zwischenzeitlich geführt und zeigte phasenweise eine gute Leistung, konnte das Spiel jedoch nicht über die Zeit bringen. Besonders das Powerplay-Tor zum Ausgleich leitete die Wende für Nashville ein. 

New York Rangers 2:3 (OT) Philadelphia Flyers

Die Philadelphia Flyers gewannen mit 3:2 nach Verlängerung bei den New York Rangers. Matvei Michkov wurde mit zwei Treffern zum Matchwinner, darunter der Siegtreffer in der Overtime.

Die Rangers verspielten eine 2:0-Führung und kassierten damit ihre fünfte Niederlage in Folge. Philadelphia zeigte Comeback-Qualitäten und nutzte seine Chancen im weiteren Spielverlauf konsequent. 

San Jose Sharks 1:4 Calgary Flames

Die Calgary Flames sind mit einem überzeugenden Auswärtssieg aus der Olympia-Pause zurückgekehrt. Beim 4:1 im SAP Center gegen die San Jose Sharks ragte vor allem Dustin Wolf heraus, der mit 34 Paraden den Grundstein für den Erfolg legte. Offensiv überzeugte Nazem Kadri mit zwei Treffern, während Mikael Backlund und Connor Zary jeweils ein Tor und eine Vorlage beisteuerten. Für die Flames war es bereits der dritte Sieg aus den letzten vier Spielen.

Dabei erwischten die Sharks zunächst den besseren Start: Tyler Toffoli brachte San Jose früh im zweiten Drittel mit 1:0 in Führung. Doch Calgary antwortete noch vor der Pause durch Kadri und drehte die Partie im Schlussabschnitt endgültig. Zary traf zur Führung, ehe Kadri mit seinem zweiten Tor nachlegte. Backlund setzte mit einem Empty-Net-Goal den Schlusspunkt. Für die Sharks war es hingegen die fünfte Niederlage in Serie.