Der bisherige Rekord am Kulm von 244,0 Metern, aufgestellt vor zehn Jahren von Peter Prevc, galt lange als kaum angreifbar. Domen Prevc, Bruder des bisherigen Rekordhalters übertraf diese Marke nun trotz verkürzten Anlaufs und unterstrich seine aktuelle Formstärke. Der 26-Jährige, Weltrekordhalter mit 254,5 Metern, setzte jenseits der 245-Meter-Marke auf und stand den Flug mit Mühe.
"Ich habe vor dem letzten Sprung gesehen, dass Aufwind herrscht. Da wusste ich, dass es möglich ist", sagte Prevc im ORF-Interview. Es war sein 13. Saisonsieg – damit rückt er auch an die 15 Erfolge heran, die sein Bruder Peter 2015/16 erzielt hatte.
Embacher erneut top, Kraft bemängelt fehlenden Rhythmus
ÖSV-Adler Stephan Embacher zeigte ebenfalls starke Leistungen. Der 20-Jährige flog im ersten Durchgang auf persönliche Bestweite von 240,5 Metern, konnte den Telemark jedoch nicht sauber setzen. "Dem 240er-Klub beizutreten, ist eine große Sache", erklärte der Tiroler. Im Finale landete er bei 225 Metern, musste sich aber erneut Prevc geschlagen geben. Zwei zweite Plätze am Wochenende bezeichnete er als "grandios".
Die übrigen Österreicher konnten diesmal nicht an die starke Teamleistung vom Vortag anschließen. Daniel Tschofenig wurde mit 216,0 und 222,5 Metern Elfter. Manuel Fettner beendete sein letztes Kulm-Wochenende als 20., Jonas Schuster wurde 21. Stefan Kraft kam über die Plätze 16 und 29 nicht hinaus und sprach von einem fehlenden Rhythmus.
