Strelow legte in seinem ersten Olympia-Rennen überhaupt zwei makellose Schieß-Einlagen hin, übergab als Vierter mit zwölf Sekunden Rückstand. Nawrath zeigte dann ein überragendes Rennen mit ebenfalls fehlerfreiem Schießen und starker Laufleistung, er lief vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bis auf Rang zwei nach vorne. Auch Voigt blieb auf Tuchfühlung, ehe Preuß beim letzten Schießen Nerven zeigte. Sie rettete sich aber aufs Treppchen, da sich Norwegen parallel gar zwei Strafrunden leistete.
Bei den vergangenen Winterspielen in Peking war das deutsche Quartett mit Voigt, Denise Herrmann-Wick, Benedikt Doll und Nawrath auf Rang fünf gelandet, das bislang beste Ergebnis hatte es 2018 mit Platz vier gegeben. In Antholz behielt Frankreich trotz sieben Nachladern die Oberhand, dahinter landete Italien mit fünf Nachladern. Für Deutschland standen in der Schießbilanz nach dem Fauxpas von Preuß letztlich eine Strafrunde und drei Nachlader, 1:05,3 Minuten fehlten zu Gold.
Für Preuß war die Mixed-Staffel das erste Rennen ihrer Abschiedstournee, kurz vor den Spielen hatte sie spätestens für das Saisonende ihr Karriereende angekündigt. In Antholz bleiben ihr noch fünf weitere Medaillenchancen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Mittwoch (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) mit dem Einzel über 15 Kilometer, die Männer sind bereits einen Tag zuvor (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) in ihrem ersten olympischen Individual-Rennen gefordert.
