Preußen Münster 2:3 (1:3) Arminia Bielefeld
Mit sehenswerten Toren hat Arminia Bielefeld im Kellerderby bei Preußen Münster wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt. Beim Schlusslicht siegte der effiziente Aufsteiger nach Rückstand mit 3:2 (3:1) und sprang mit 35 Zählern vorerst auf Rang 13.
Die Gastgeber gingen dank Yassine Bouchama (2.) früh in Führung, ehe Monju Momuluh (11.) ausglich und Roberts Uldrikis (16.) sowie Mael Corboz (34.) die Partie drehten. Ein Eigentor von Maximilian Großer (86.) sorgte noch einmal für Spannung. Münster nähert sich nach vier Spielen ohne Sieg unter Trainer Alois Schwartz und fünf Zähler hinter dem Relegationsplatz 16 der 3. Liga.
Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Nach Flanke des unbedrängten Charalambos Makridis köpfte Bouchama per Aufsetzer ein. Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten, Momuluh spitzelte den Ball artistisch mit hohem Bein ins Tor. Uldrikis traf nach einen Freistoß per Kopf, dann glänzte Kapitän Corboz mit einem kunstvollen Hackentreffer mit dem Rücken zum Tor.
Nach der Pause erhöhte Münster den Druck, die Arminia agierte passiver. Abschlüsse von Jorrit Hendrix (60./63.) verfehlten aber das Tor, Bielefelds Torhüter Jonas Kersken (76.) parierte einen Kopfball von Joshua Mees.
Karlsruher SC 1:3 (1:1) Hannover 96
Hannover 96 hat erneut seine Qualität als beste Auswärtsmannschaft der Liga unter Beweis gestellt und seinen Traum vom Aufstieg am Leben gehalten. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz gewann beim Karlsruher SC mit 3:1 (1:1) und springt damit vorerst an der SV Elversberg vorbei auf den Relegationsplatz. Pünktlich zum Saisonfinale präsentieren sich die Niedersachsen stabil: Seit inzwischen sechs Spielen ist Hannover ohne Niederlage.
Mustapha Bundu (16.) nährte Hannovers Aufstiegsträume zunächst, ehe Fabian Schleusener (44.) für den KSC ausglich. In der Schlussphase sorgten Kolja Oudenne (81.) und Daisuke Yokota (90.+8/Foulelfmeter) letztlich für Hannoveraner Jubel.
Beide Teams starteten verhalten in die Partie, große Chancen gab es in der ersten Viertelstunde auf keiner Seite. Untypisch für Hannover unter Titz war die Führung mit dem ersten Torschuss: Anstelle üppiger Chancenverschwendung bedankte sich Bundu direkt für den Startelfeinsatz.
Karlsruhe agierte zu statisch und fand offensiv überhaupt nicht statt - bis kurz vor dem Halbzeitpfiff: Zunächst vergab Philipp Förster (40.) eine Riesengelegenheit, kurz darauf machte es Schleusener aus kurzer Distanz besser.
Spätestens mit dem Ausgleich ging bei Hannover die Struktur im Spiel verloren. Das Spiel plätscherte mit wenigen Chancen dahin: Havard Nielsens Versuch klärte Marcel Franke für den bereits geschlagenen Hans Christian Bernat (78.). Schließlich war es dann Oudenne, der 96 weiter von der Bundesliga-Rückkehr träumen lässt. Nachdem Bernat Husseyn Chakroun in der Nachspielzeit elfmeterwürdig von den Beinen geholt hatte, traf Yokota zudem zum 3:1-Endstand.
Hertha BSC 0:1 (0:0) Holstein Kiel
Holstein Kiel ist im engen Abstiegskampf ein vorentscheidender Schritt geglückt. Die formstarke Mannschaft von Trainer Tim Walter kam bei Hertha BSC zu einem wichtigen 1:0 (0:0) und blieb auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen (vier Siege). Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt für die Störche bei noch drei Spielen fünf Punkte. Jonas Therkelsen traf in der 63. Minute zum umjubelten, wenn auch glücklichen Siegtreffer.
Für die überlegene Hertha sind durch die Niederlage auch die letzten vagen Hoffnungen auf einen Aufstieg dahin. Kiel, das noch auf Braunschweig, Magdeburg und Dresden trifft, hat dagegen nach 13 Punkten aus den vergangenen fünf Partien alle Chancen auf den Klassenerhalt.
Berlin startete ohne den umworbenen Jungstar Kennet Eichhorn vielversprechend. Nach nicht einmal einer Minute traf Josip Brekalo zur vermeintlichen Führung, der Treffer wurde aber vom VAR wegen einer knappen Abseitsstellung einkassiert.
In der Folge sahen 45.000 Zuschauer im Olympiastadion eine Partie ohne größere Höhepunkte. Ein abgefälschter Schuss von Fabian Reese war die größte Chance der Hertha, der kurz vor der Pause nach Videostudium ein Elfmeter wegen einer fast 30 Sekunden zurückliegenden Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Von Kiel kam nach vorne nichts.
Auch nach dem Wechsel blieb das Team von Stefan Leitl klar am Drücker. Doch Holstein zeigte sich nach einem weiten Einwurf eiskalt und verwertete die erste und einzige nennenswerte Möglichkeit.
