"In dieser Liga reicht das nicht": Schalke verzagt – Hertha mit Statement im Topspiel

Aktualisiert
Edin Dzeko markierte seine Treffer zwei und drei im dritten Spiel für Schalke
Edin Dzeko markierte seine Treffer zwei und drei im dritten Spiel für SchalkeRalf Treese / DeFodi Images / Profimedia

Königsblau am verzagen: Auch ein Doppelpack von Star-Winterneuzugang Edin Dzeko (52./70.) reichte Schalke 04 am Samstagmittag nicht dafür, die Negativserie von mittlerweile fünf Spielen ohne Sieg in der 2. Bundesliga zu beenden. Die "Knappen" gaben eine Zweitore-Führung 20 Minuten vor Abpfiff noch her und müssen nach dem 2:2 (0:0) gegen Dynamo Dresden um die Tabellenführung zittern.

Parallel dazu schöpfte Hertha BSC neue Hoffnung im Aufstiegsrennen: Die "Alte Dame", die zuletzt sogar sechs Partien am Stück ohne eigenen Erfolg geblieben war, setzte sich im Topspiel in Elversberg mit 3:0 (1:0) durch und verkürzte den Rückstand auf Tabellenplatz drei vorübergehend auf vier Punkte. Pascal Klemens (42.), Luca Schuler (58.) und Toni Leistner (78.) waren die Torschützen für Berlin.

Der SC Paderborn sprang dank eines 2:1 (1:0)-Siegs gegen den 1. FC Nürnberg zunächst auf den zweiten Rang, Darmstadt kann mit einem "Dreier" am Abend (20:30 Uhr/Sky) im zweiten Topspiel des Tages gegen Kaiserslautern aber an Schalke, Elversberg und Paderborn vorbeiziehen.

Hertha dominiert in Elversberg

Die Partie auf der "Baustelle" in Elversberg bot zunächst wenig Höhepunkte. Michal Karbownik (5.) verhinderte mit einer Klärungsaktion in höchster Not den frühen Rückstand für Berlin. Kurz vor der Pause sorgte Klemens mit seinem Treffer nach einer Ecke für die etwas schmeichelhafte Führung der Gäste.

Zum Match-Center: Elversberg vs. Hertha BSC

Kapitän Fabian Reese verpasste kurz nach dem Seitenwechsel das 2:0 (48.), Florian Le Joncour blockte Reeses Schuss auf der Linie. Zehn Minuten später behielt Schuler am Ende eines schnellen Gegenstoßes die Nerven.

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Schalke vergibt komfortables Polster

Altstar Dzeko traf gleich doppelt bei seinem ersten Einsatz von Beginn an und hielt zunächst das Gros der rund 62.000 Fans von einem Dreier träumen. Schalkes Hasan Kurucay (78.) brachte kurz vor Schluss mit einem Eigentor die Dresdner nochmal heran, ehe Thomas Keller (87.) ausglich.

Zum Match-Center: Schalke 04 vs. Dynamo Dresden

"Ich habe gedacht, das 2:0 hätte gereicht, aber in dieser Liga reicht das nicht", haderte Dzeko (39) bei Sky. "Wir haben nicht die zwei Gegentore bekommen, weil ich schon weg war", betonte er - sein Team hatte beide Tore nach seiner Auswechslung kassiert. Dennoch freute sich der Bosnier immerhin über seine sehenswerten Treffer, wobei es ihm "scheißegal" sei, wie diese zustande kommen.

Schalke wartet im neuen Kalenderjahr damit weiter auf den ersten Sieg und muss um die Tabellenführung bangen. Königsblau gewann keiner der letzten fünf Spiele. Die Gäste knüpften dagegen an ihre verbesserte Form im neuen Jahr an, bleibt jedoch vorerst auf Rang 17.

Schalkes prominenter Winterneuzugang aus Bosnien vergab bereits in einem insgesamt ereignisarmen ersten Durchgang die beste Chance. Einen zu kurz geratenen Rückpass erlief Schlitzohr Dzeko, traf aus spitzem Winkel anstatt des verwaisten Tores jedoch nur das Außennetz.

Dzeko hatte S04 mit zwei Toren in Front gebracht
Dzeko hatte S04 mit zwei Toren in Front gebrachtBERND THISSEN / DPA / dpa Picture-Alliance via AFP

Mit Schwung und Außenangreifer Adil Aouchiche kamen die Gastgeber aus der Pause und erlebten die Erlösung. Aouchiche legte von außen auf den Elfmeterpunkt zurück, wo Dzeko den Fuß hinhielt und die Führung besorgte. Ähnlich abgebrüht präsentierte sich der Stürmer rund 20 Minuten später, als er aus dem Stand aus etwa 21 Metern halbhoch ins linke Eck einschweißte. Kurz darauf hatte der Bosnier Feierabend. Der zuletzt noch vor einem Wechsel in die USA stehende Moussa Silla ersetzte den 39-jährigen Altstar. Schalkes Hasan Kurucay (79.) sorgte kurz vor Schluss mir einem Eigentor nochmal für Spannung.

Paderborn im Aufstiegsrennen wieder auf Kurs

Der SC Paderborn ist im engen Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder auf Kurs. Die Mannschaft des gesperrten Trainers Ralf Kettemann gewann gegen den 1. FC Nürnberg verdient mit 2:1 (2:0) und rückt in der Tabelle auf einen Aufstiegsplatz vor.

Zum Match-Center: Paderborn vs. Nürnberg

Sebastian Klaas (26.) per Foulelfmeter nach Videobeweis brachte die Gastgeber, die sich in den vergangenen drei Spielen zwei Niederlagen geleistet hatten, in Führung. Drei Minuten später gelang Laurin Curda (29.) das 2:0. Luka Lotschoschwili (75.) verkürzte. Nürnberg spielte ab der 51. Minute in Unterzahl: Rafael Lubach sah wegen groben Foulspiels Rot. Der FCN tümpelt weiter im Mittelfeld herum.

Paderborn benötigte eine gewisse Anlaufzeit, ehe Schiedsrichter Eric Weisbach nach einem unnötigen Foul von Stjopa Mkrtschjan an Curda nach Videostudium auf Strafstoß entschied. Der Club hatte sich nach dem Rückschlag noch nicht richtig sortiert, da stand es auch schon 0:2. Die Nürnberger Abwehr zeigte dabei große Lücken. Curda hatte nach Querpass von Santiago Castaneda wenig Mühe.

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Der FCN hatte zwar durch Adam Markhiev die große Chance zum Anschluss, doch ansonsten hatte der SCP alles im Griff und hätte zur Pause sogar noch höher führen können. Nach der harten Entscheidung gegen Lubach bestimmte Paderborn zunächst klar das Geschehen. Nürnberg gab jedoch nicht auf.