Nächstes Spektakel zwischen Fürth und Magdeburg: "Ein totaler Blackout"

Fürth-Trainer Heiko Vogel war nach dem Schützenfest gegen Magdeburg erschüttert.
Fürth-Trainer Heiko Vogel war nach dem Schützenfest gegen Magdeburg erschüttert.ČTK / imago sportfotodienst / Fotostand / Schäfer

Nur das Kopfschütteln von Heiko Vogel war an diesem aberwitzig wilden Fußball-Abend noch häufiger als die Tore. "Ich bin sauer, traurig und enttäuscht", sagte der Trainer der SpVgg Greuther Fürth nach dem nicht nur für ihn unfassbaren 4:5 (3:5) im Kellerduell der 2. Liga gegen den 1. FC Magdeburg. "Das war ein totaler Blackout, haarsträubend, ein No-Go."

In "zwanzig Minuten, die ich so noch nie erlebt habe", hatte sich der Tabellenletzte in seine Einzelteile zerlegen lassen. Fürth führte nach acht Minuten 1:0, 24 Minuten später stand es 1:5! Da half auch eine couragierte Aufholjagd nicht mehr, die in der Schlussphase beinahe noch mit dem 5:5 gekrönt worden wäre. "Das tut mir leid für alle, die im Stadion waren", sagte Vogel zerknirscht.

Zum Match-Center: Greuther Fürth vs. 1. FC Magdeburg

FCM-Trainer Petrik Sander stand zwar auf der Siegerseite, er blickte auf dieses Feuerwerk der Tore und Fehler aber doch ratlos. "Ich glaube, es fällt uns beiden recht schwer, passende Worte zu finden. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Spektakel zu wiederholen oder zu toppen ist. Aber beide Mannschaften haben das hinbekommen."

Magdeburg hat den Umschwung geschafft

Er verwies damit auf das Hinspiel: Das hatten die Fürther beim FCM 5:4 gewonnen, durch ein Tor in der neunten Minute der Nachspielzeit. Diesmal fielen acht Tore in der ersten Halbzeit, am 4. Spieltag waren es sieben in der zweiten.

Da allerdings wurde die SpVgg noch von Thomas Kleine trainiert - und Magdeburg von Markus Fiedler. Beide Klubs haben also in ihrer Abstiegsangst bereits den Trainer gewechselt. Sander ist der Umschwung gelungen, Magdeburg steuert ruhigen Ufern entgegen. Fürth jedoch droht den Anschluss zu verlieren.