Durch das Remis vergrößerte die Mannschaft von Trainer Miron Muslic den Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Elversberg lediglich auf vier Punkte. Für Hertha BSC bleiben die Aufstiegsplätze weiter in Reichweite – auch wenn es das vierte Spiel ohne Sieg in Serie war. Mit nun 29 Punkten halten die Berliner Kontakt zur Spitzengruppe.
Zum Match-Center: Hertha vs. Schalke
Beim Prestigeduell im ausverkauften Olympiastadion war eine besondere Atmosphäre erwartet worden – diese blieb jedoch aus. Die Fanhilfe Hertha BSC kündigte kurz vor Anpfiff an, dass die aktive Fanszene das Stadion nach Spielbeginn verlassen werde. Als Grund nannte sie "massive Polizeigewalt" vor dem Spiel. Hertha BSC bestätigte einen "Zwischenfall mit der Polizei und unseren Fans vor der Ostkurve". Auch der FC Schalke 04 teilte auf X mit: "Es wird vorerst keinen organisierten Support aus der Schalker Kurve geben."
"Das war heute ein bisschen wenig von uns. Klar kann man sagen, dass Hertha gut gespielt hat, aber da gehören immer zwei dazu. Wir haben das nicht gut gemacht", sagte Schalkes Torhüter Loris Karius bei Sky, nachdem er sein Team immer wieder vor Gegentoren bewahrt hatte.
Spiel mit wenig Höhepunkten - Schuler verpasst den Lucky Punch
Aus sportlicher Sicht verzeichnete Hertha die ersten guten Möglichkeiten. Marten Winkler und Michael Cuisance kamen kurz hintereinander zum Abschluss, scheiterten jedoch jeweils an Schalkes Schlussmann Loris Karius. Insgesamt blieb die erste Halbzeit arm an Höhepunkten: Den Berlinern fehlte die letzte Abstimmung, während Schalke nur selten mit Nachdruck in den Strafraum kam.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in der zweiten Hälfte. Der Ex-Schalker Paul Seguin fand Luca Schuler im Strafraum, der seinen Kopfball jedoch genau auf Karius setzte. Schuler war in der zweiten Hälfte wie vom Pech verfolgt: Zweimal erschien er völlig frei vor dem Tor, schaffte es aber nicht, den Ball unterzubringen.
