Bundesliga Top XI – 28. Spieltag

Tor
TW: Nikola Vasilj (St. Pauli) – Note: 8,3
Im emotionalen Duell gegen Union Berlin war Nikola Vasilj der Fels in der Brandung für die Kiezkicker. Beim 1:1-Remis brachte er die Berliner Offensive schier zur Verzweiflung. Besonders seine Doppelparade gegen Oliver Burke kurz vor der Halbzeitpause sorgte für ungläubige Gesichter an der Alten Försterei. Trotz eines kleinen Wacklers im Spielaufbau rettete er mit seinen Reflexen den Punkt und bewies, warum er derzeit einer der stabilsten Rückhalte der Liga ist.
Abwehr
LV: Tom Bischof (FC Bayern) – Note: 8,8
Wer hätte gedacht, dass Tom Bischof auf der linken Seite zum Matchwinner für den Rekordmeister wird? In einem völlig verrückten Spiel gegen Freiburg (3:2) avancierte der Youngster zum Helden, indem er in der Schlussphase einen Doppelpack schnürte. Seine zwei Tore (81. und 90.+2) markierten nicht nur seine ersten Treffer im Bayern-Dress, sondern drehten eine sicher geglaubte Niederlage in einen Sieg. Ein Debüt nach Maß in der Top-Elf!
IV: Keven Schlotterbeck (Augsburg) – Note: 8,1
Gegen die physisch starken Hamburger war Keven Schlotterbeck genau der Anführer, den der FCA brauchte. In einer hitzigen Partie, die von vielen Zweikämpfen geprägt war, behielt er stets die Übersicht. Er war nicht nur defensiv zur Stelle, sondern kurbelte das Spiel immer wieder mit mutigen Vorstößen an. Dass Augsburg am Ende den Punkt mit aus den Hansestadt nimmt, war maßgeblich sein Verdienst.
RV: Derrick Köhn (Union Berlin) – Note: 8,1
Derrick Köhn interpretierte seine Rolle gegen St. Pauli extrem offensiv und war der ständige Unruheherd auf der rechten Schiene. Immer wieder suchte er das Eins-gegen-Eins und fütterte die Stürmer mit präzisen Flanken – so auch beim Steilpass auf Burke, der fast zum Treffer geführt hätte. Seine Athletik und sein Drang nach vorne machten den ghanaischen Nationalspieler an diesem Spieltag zum besten Rechtsverteidiger der Liga.
Mittelfeld
LM: Alejandro Grimaldo (Leverkusen) – Note: 9,1
Was Alejandro Grimaldo beim 6:3-Spektakel gegen Wolfsburg abzog, war schlichtweg Weltklasse. Mit zwei Toren – darunter ein extrem wichtiger Treffer zum 2:3-Anschluss kurz vor der Pause – leitete er die Wende ein. Er war der Dreh- und Angelpunkt der Werkself und wurde völlig zurecht zum Spieler des Spiels gekürt. Wenn Grimaldo so spielt, ist Leverkusen defensiv wie offensiv eine andere Klasse.
ZM: Angelo Stiller (Stuttgart) – Note: 8,0
Es war ein besonderer Tag für Angelo Stiller: Sein 25. Geburtstag und gleichzeitig sein 125. Pflichtspiel für den VfB. Trotz der unglücklichen 0:2-Niederlage gegen Dortmund war Stiller der beste Mann auf dem Platz. Er kontrollierte den Rhythmus, verteilte die Bälle mit einer Präzision von über 90 % und hätte sich fast mit einem Schlenzer in der 82. Minute selbst beschenkt. Ein echtes Leader-Match vom Geburtstagskind.
ZM: Hugo Larsson (Frankfurt) – Note: 8,0
Beim 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Köln war Hugo Larsson der Taktgeber im Frankfurter Mittelfeld. Sein Auge für die Lücke war beeindruckend, wie etwa bei seinem feinen Heber auf Knauff in der ersten Halbzeit. Larsson sorgt für die nötige Balance zwischen Defensive und Angriff und ist mit seiner Ruhe am Ball für die Eintracht mittlerweile unverzichtbar.

RM: Marius Wolf (Augsburg) – Note: 7,9
Marius Wolf brennt gegen seine Ex-Klubs oder in "Arbeitsspielen" wie gegen den HSV immer besonders. Über die rechte Seite marschierte er unermüdlich und suchte immer wieder den direkten Weg zum Tor. In dieser Form ist der Routinier trotz der starken Konkurrenz um Robin Fellhauer & Co. in der Fuggerstadt gesetzt.
Angriff
LA: Ibrahim Maza (Leverkusen) – Note: 8,7
Der Ex-Herthaner blüht im Leverkusener Spektakelfußball so richtig auf. Im Torfestival gegen Wolfsburg erzielte er den vorentscheidenden Treffer zum 5:3 und krönte damit seine starke Leistung. Maza war laut Statistik der "meistgepresste" Spieler des Spiels, löste sich aber immer wieder scheinbar leicht aus dem gegnerischen Druck und bewies enorme Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten.
ST: Phillip Tietz (Mainz) – Note: 8,1
Ein Feiertag für Mainz und für Phillip Tietz: Der Winter-Neuzugang zeigte endlich auch vor dem Tor seine Klasse und führte die Rheinhessen zum Auswärtssieg bei Champions-League-Anwärter Hoffenheim. Nachdem er in bester Stürmermanier per Kopf nach Flanke zum 1:0 eingenetzt hatte, brauchte es beim zweiten Streich den Nachschuss nach Baumann-Parade. Macht aber nichts: die Saisontore zwei und drei haben den 28-Jährigen nun auch endgültig in Mainz ankommen lassen.
RA: Arnaud Kalimuendo (Frankfurt) – Note: 8,5
Arnaud Kalimuendo zeigt immer mehr, warum die Eintracht ihn unbedingt wollte. Gegen Köln erzielte er mit einem platzierten Schuss das zwischenzeitliche 2:0 und schien die Partie bereits entschieden zu haben. Auch wenn Frankfurt den Sieg noch aus der Hand gab, war Kalimuendo der gefährlichste Frankfurter Offensivakteur und ein ständiger Gefahrenherd für die Kölner Hintermannschaft.
