Dortmund vs. St. Pauli 3:2 (1:0)
Borussia Dortmund hat dank eines ganz späten Elfmetertreffers von Emre Can einen gelungenen Rückrundenauftakt gefeiert. Beim glanzlosen 3:2 (1:0) des BVB gegen den FC St. Pauli überzeugte Karim Adeyemi mit einem Tor und einer Vorlage überzeugte. Zum Matchwinner wurde aber Can (90.+5, Foulelfmeter nach Videobeweis).
"Es war eine Achterbahnfahrt. Wir müssen es viel besser runterspielen und die Dinger reinmachen", sagte der Kapitän nach seinem Schuss ins Glück bei Sky.
Zum Flashscore Bundesliga-Tracker
Wie beim 3:0 unter der Woche gegen Werder Bremen überzeugte das Team von Trainer Niko Kovac aber nur bedingt. Julian Brandt (45.+1) hatte für das 1:0 gesorgt, das sich zu dieser Phase nicht angedeutet hatte.

Mit der Führung im Rücken hatte Dortmund im zweiten Durchgang zunächst mehr Kontrolle, und die abstiegsbedrohten Hamburger mussten mehr riskieren. Karim Adeyemi (54.) erhöhte auf 2:0, doch St. Pauli bewies Moral: James Sands (62.) und Ricky-Jade Jones (72.) trafen jeweils per Kopf – doch Can sorgte für ein versöhnliches Ende.
Hoffenheim vs. Leverkusen 1:0 (1:0)
Die TSG Hoffenheim mausert sich immer mehr zum ganz heißen Anwärter auf die Champions League. Drei Tage nach dem Ausrufezeichen gegen Borussia Mönchengladbach (5:1) gewannen die Kraichgauer zum Rückrundenbeginn der Bundesliga 1:0 gegen Vizemeister Bayer Leverkusen und feierten den sechsten Heimsieg in Folge.

Der Niederländer Wouter Burger (9.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Hoffenheimer, die nur eine der zurückliegenden elf Ligapartien verloren haben. "Das war natürlich sehr wichtig", sagte der Niederländer nach seinem frechen Freistoß.

Die Leverkusener konnten ihre Erfolgsserie bei der TSG (zuvor vier Siege in Folge) nicht fortsetzen und kassierten nach der Pleite gegen den VfB Stuttgart (1:4) den nächsten Rückschlag im Europacup-Rennen. Am Dienstag muss Bayer in der in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus ran.
Köln vs. Mainz 2:1 (0:1)
Der 1. FC Köln hat dank Joker Ragnar Ache seinen Negativlauf gestoppt und einen späten Befreiungsschlag vollbracht. Im wegweisenden Spiel gegen den FSV Mainz 05 gewann das Team von Trainer Lukas Kwasniok nach einem Doppelpack Aches nach Rückstand 2:1 und ließ den Abwärtstrend von zuletzt acht Spielen ohne Sieg vorerst hinter sich.

Dabei bewies der Aufsteiger Moral. Nach der Mainzer Führung durch Innenverteidiger Stefan Bell (29.) kämpfte sich Köln dank eines Kopfballtreffers des eingewechselten Ache (57.) zurück in die Partie. Ache köpfte den FC in der 86. Minute dann auch zum ersten Sieg seit Anfang November (4:1 gegen den Hamburger SV).
HSV vs. Mönchengladbach 0:0 (0:0)
Viele Chancen, aber kein Treffer: Der Hamburger SV trotz einer starken Vorstellung einen weiteren Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin kam zum Auftakt der Rückrunde gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 0:0 hinaus – weil der Aufsteiger zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt liegenließ.

Die Hamburger wirkten nach dem abgesagten Spiel gegen Bayer Leverkusen unter der Woche frisch und bissig, angetrieben von den eigenen Anhängern entwickelten Fabio Vieira und Co. immer wieder viel Druck. Doch vor dem Tor blieben sie dann oft glücklos.
"Wir sind auf jeden Fall enttäuscht", sagte Miro Muheim. "Es ist so bitter, weil wir so große Chancen hatten, und dann musst du das Spiel auch gewinnen, so ehrlich muss man sein", ergänzte Nicolai Remberg.
Wolfsburg vs. Heidenheim 1:1 (0:1)
Der VfL Wolfsburg hat wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt liegen gelassen. Gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim retteten die Wölfe nach Rückstand zum Rückrundenauftakt am Samstag zwar noch ein 1:1, für die eigenen Ansprüche ist dies jedoch zu wenig. Wolfsburg hat drei der vergangenen vier Ligaspiele nicht gewonnen.

Moritz Jenz (80.) sicherte dem VfL mit seinem Tor den Punktgewinn, Adrian Beck (45.+1) traf für Heidenheim. Das Team von Trainer Frank Schmidt ist nun fünf Partien in Serie sieglos und steckt weiter tief im Tabellenkeller.
"Das ist sicher nicht unser Anspruch", sagte VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler bei Sky: "Wir hatten lange Mühe, zu wenig Druck, zu wenig Tempo. Und wir haben die Lösungen nicht gehabt. Rund um den Ausgleich war es dann gut."
