Heidenheim verpasst Sensation in München – Kein Sieger im Königsklassen-Kracher

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Kane wird von Behrens und Föhrenbach bearbeitet.
Kane wird von Behrens und Föhrenbach bearbeitet.REUTERS/Angelika Warmuth

Der FC Bayern München hat mit seiner B-Startelf einen Dämpfer hinnehmen müssen. Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga kam der Meister nicht über ein spätes 3:3 (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim hinaus. Auch in Sinsheim gelang dem VfB Stuttgart ein spätes 3:3 (1:2) gegen die TSG Hoffenheim.

Hoffenheim vs. Stuttgart 3:3 (2:1)

Sechs Tore, ein Platzverweis: In einem wilden Spiel haben sich die TSG Hoffenheim und der VfB Stuttgart im Kampf um den Einzug in die Champions League gegenseitig die Zähler abgenommen. Die Kraichgauer und die Schwaben trennten sich 3:3 (2:1) im richtungweisenden baden-württembergischen Duell am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga. Damit bleiben beide Teams punktgleich.

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Chris Führich (20.), Ermedin Demirovic (64.) und der kurz vorher eingewechselte Tiago Tomas (90.+5) trafen für die Stuttgarter in ihrem 2000. Bundesliga-Spiel. Die Hoffenheimer, für die Andrej Kramaric (7. und 49.) sowie Bazoumana Touré (24.) trafen, verpassten einen Heimsieg im Rennen um die Teilnahme an der millionenschweren Königsklasse.

Statistiken: Hoffenheim vs. Stuttgart
Statistiken: Hoffenheim vs. StuttgartOpta by StatsPerform

Kurz vor dem Anpfiff verkündeten die Kraichgauer die Vertragsverlängerung mit ihrem Rekordtorschützen Kramaric. VfB-Kapitän Atakan Karazor sah wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte (69.).

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Bayern vs. Heidenheim 3:3 (1:2)

Der FC Bayern hat vier Tage vor dem Halbfinal-Kracher in der Champions League gegen Paris Saint-Germain im Liga-Alltag einen unerwarteten Dämpfer hinnehmen müssen. Die B-Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kam gegen den stark abstiegsbedrohten 1. FC Heidenheim nicht über ein mageres 3:3 (1:2) hinaus. Allerdings schonte Kompany vor dem Gigantenduell am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gegen den Titelverteidiger einen Großteil seiner Stars, um nach dem aberwitzigen 4:5 im Hinspiel gerüstet zu sein.

Der Tabellenletzte darf durch den Punktgewinn beim bereits feststehenden Meister nach wie vor auf das Wunder Klassenerhalt hoffen. Sollten allerdings am Sonntag der FC St. Pauli (gegen Mainz) und Wolfsburg (in Freiburg) gewinnen, wäre der Abstieg nach drei Jahren für das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt besiegelt.

Statistiken: Bayern vs. Heidenheim
Statistiken: Bayern vs. HeidenheimOpta by StatsPerform

Budu Zivzivadze (22.) brachte Heidenheim in Führung. Eren Dinkci (31.) erhöhte überraschend. Beide Male wirkte die Bayern-Defensive reichlich unsortiert. Leon Goretzka verkürzte mit einem traumhaften Freistoß (44.). Kompany reagierte zur Pause und wechselte Harry Kane, Michael Olise, Joshua Kimmich und Luis Díaz ein. Doch erneut war es Goretzka, der ausglich (57.). Als die Bayern drängten, schlug erneut Zivzivadze mit einem Kunstschuss zu. Ein Eigentor von FCH-Torhüter Diant Ramaj (90.+10) rettete den Bayern spät jedoch noch das Remis.

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Union vs. Köln 2:2 (0:1)

Union Berlin hat nach Rückstand Moral bewiesen und erstmals unter Cheftrainerin Marie-Louise Eta gepunktet. Gegen den 1. FC Köln rettete der Fußball-Bundesligist nach 0:2 noch ein 2:2 (0:1), ließ aber dennoch wichtige Zähler im Abstiegskampf liegen. Damit geht für die Berliner das große Rechnen weiter.

Verliert der FC St. Pauli am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 und gewinnt der VfL Wolfsburg nicht beim SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr/beide DAZN), kann Union bereits am Sonntag den Klassenerhalt feiern.

Statistiken: Union vs. Köln
Statistiken: Union vs. KölnOpta by StatsPerform

Der FC verspielte derweil die fast sichere Rettung. Mit 32 Punkten steht die Mannschaft von René Wagner derzeit einen Punkt hinter Union und hat vorerst sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

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Frankfurt vs. HSV 1:2 (0:0)

Der Hamburger SV hat den womöglich entscheidenden Schritt im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga geschafft. Der Aufsteiger erkämpfte sich beim Europapokalkandidaten Eintracht Frankfurt einen 2:1 (0:0)-Sieg und baute sein Polster auf den Relegationsplatz 16 auf vorerst acht Punkte aus.

Albert Grönbaek (51.) und Fábio Vieira (59.) drehten das stimmungsvolle Spiel in Frankfurt, nachdem Can Uzun (48.) die SGE in Front geschossen hatte. Wegen des direkten Duells den FC St. Pauli mit dem VfL Wolfsburg am letzten Spieltag ist der Klassenerhalt damit so gut wie sicher und könnte bei Patzern der beiden schon am Sonntag feststehen. Maximal könnte einer der beiden Konkurrenten theoretisch noch vorbeiziehen.

Statistiken: Frankfurt vs. HSV
Statistiken: Frankfurt vs. HSVOpta by StatsPerform

Frankfurt hingegen musste sich phasenweise Pfiffe der eigenen Fans gefallen lassen und bangt weiter um den Europapokal-Platz sieben. Die Zukunft von Trainer Albert Riera scheint ungewiss. In der Nachspielzeit sah Rasmus Kristensen (90.+12) auch noch die gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

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Bremen vs. Augsburg 1:3 (0:2)

Werder Bremen muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune verlor ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem über weite Strecken ganz schwachen Auftritt mit 1:3 (0:2), statt des so gut wie feststehenden Klassenerhalts gab es an der Weser lange Gesichter.

Im proppevollen Weserstadion schlüpften Doppelpacker Anton Kade (24. und 45.+3) und Kristijan Jakić (69.) in die Rolle der Stimmungsdämpfer. Mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Romano Schmid (64.) gelang den Bremern nicht.

Statistiken: Bremen vs. Augsburg
Statistiken: Bremen vs. AugsburgOpta by StatsPerform

Während Werders Polster auf den Relegationsplatz am Sonntag auf drei Punkte schmelzen könnte, pirscht sich Augsburg klammheimlich an die Europacupränge heran. Das Team von Trainer Manuel Baum blieb zum fünften Mal hintereinander unbesiegt und hat nun 40 Zähler auf dem Konto.

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