Mit der Suspendierung reagierte der HSV zwei Tage vor dem Spiel gegen Bayern München (Samstag, 18:30 Uhr/Sky und Flashscore-Audioreportage) "auf ein erhebliches Fehlverhalten" von Jean-Luc Dompé.
"An unserer Reaktion ist klar zu erkennen, dass niemand größer ist als der Verein. Er steht immer an erster Stelle", sagte HSV-Trainer Merlin Polzin auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel. Das Vorgehen sei "ein klares Zeichen, welches Verhalten wir als HSV an den Tag legen wollen", weil der Klub "für gewisse Werte" stehe. Bei ihm persönlich sei die Enttäuschung über das Fehlverhalten "natürlich groß. Da mache ich keinen Hehl draus."
Führerschein beschlagnahmt
Der 30-Jährige war am vergangenen Sonntagmorgen im Rahmen einer Verkehrskontrolle von der Polizei angehalten worden, bei der Atemkontrolle stellten die Beamten Alkohol fest. Zuvor hatte die Bild über den Vorfall berichtet.
Die Polizei bestätigte dem SID, dass "im Zusammenhang mit dem Verdacht einer Rotlichtfahrt" ein 30-jähriger Autofahrer kontrolliert worden sei: "Aufgrund des Ergebnisses eines freiwillig durchgeführten Atemalkoholtests erfolgte eine Blutprobenentnahme", das Ergebnis stehe noch aus. Der Führerschein des Beschuldigten wurde beschlagnahmt.
Flucht auf E-Scooter?
Pikant: "Der Beschuldigte ist darüber hinaus verdächtig, nach der Entlassung aus dem Polizeigewahrsam einen E-Scooter bestiegen zu haben und damit davon gefahren zu sein. Zu beiden Fällen laufen gegen den 30-Jährigen jetzt strafrechtliche Ermittlungen." Für das Fahren von E-Scootern gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren.
Nicht der erste Zwischenfall
Es ist bereits Dompés zweites Vergehen im Straßenverkehr in seiner Zeit in Hamburg. Im Jahr 2023 hatte er mit überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall gebaut, er war damals in eine Bushaltestelle gekracht. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelte zudem unter anderem wegen Unfallflucht, der HSV reagierte mit einer "empfindlichen" Geldstrafe.
"Ich bin meiner Verantwortung in dieser Situation nicht gerecht geworden. Das tut mir sehr leid. Ich entschuldige mich dafür bei meinem Team und auch beim HSV und seinen Fans, die sicherlich ein anderes Verhalten von einem Kollegen und Spieler der Profimannschaft erwarten dürfen", hatte Dompé damals gesagt.
