Es sei ohnehin nicht schwer, ihn zufrieden zu stellen. "Wenn eine Mannschaft hart arbeitet, kann sie mich kaum enttäuschen – und diese Mannschaft hat immer gearbeitet, auch nach Niederlagen. 2025 lief überragend, doch dieses 2025 wurde im emotional schwierigen Jahr 2024 aufgebaut. Trotzdem hat keiner aufgehört, er selbst zu sein, an sich zu glauben und die anderen zu unterstützen – genau deshalb sind wir jetzt so stark", betonte Kompany.
Bei seiner Arbeit setze er auf "klare Analysen und meinen Staff. Mit beständiger Arbeit wird man Schritt für Schritt besser. Der Trainerjob ist der einzige Beruf, in dem man sogar absteigen kann und trotzdem ein besserer Coach wird", sagte der frühere Weltklasseverteidiger. Seine vergangenen drei Jahre würden das zeigen: "Meister, Abstieg, Meister – und jedes Jahr war ich wieder ein bisschen besser. Im Fußball bekommt man viel zu schnell ein Etikett verpasst. Die Wahrheit ist: Man entwickelt sich weiter. Und das hört nie auf."
Kompany: "Man muss bereit sein, Opfer zu bringen"
Als Trainer lernt man, dass man "mit der eigenen Persönlichkeit coachen muss", führte der Münchner Erfolgstrainer weiter aus: "Man braucht einen roten Faden, der einem Orientierung gibt in einer Branche voller Meinungen über Systeme, Taktiken und Spiele. Für mich heißt das: Meine Teams sollen hart arbeiten, aggressiv sein, Herausforderungen lieben. Meine Spieler sollen aufstehen, nicht liegen bleiben."
Auf diesem Niveau sei es "Pflicht", so Kompany, "alles zu geben. Man darf gern genießen, was der Erfolg mit sich bringt – aber man muss bereit sein, Opfer zu bringen. Hunger heißt: immer mehr wollen, immer bereit sein, mehr zu tun, und das gemeinsam."
