Kovac erklärt BVB-Spielweise: "Stabilität als Fundament für Attraktivität"

Niko Kovac an der Seitenlinie
Niko Kovac an der SeitenlinieČTK / imago sportfotodienst / Noah Wedel

Trainer Niko Kovac von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist mit der anhaltenden Kritik wegen vermeintlich zu passiver und defensiver Spielweise seiner Mannschaft nicht einverstanden. "Die Statistik bestätigt das nicht", sagte Kovac in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): "Im Schnitt erzielen wir mehr als zwei Treffer pro Partie, nur Bayern München und der VfB Stuttgart haben mehr Tore geschossen als wir."

Nach 15 Monaten beim BVB sieht der Kroate die spielerischen Möglichkeiten der Westfalen allerdings nicht ausgereizt. "Wir haben tolle Fußballer, eine tolle Qualität, wir spielen in dieser Saison nah am Maximum. Trotzdem merke ich in der täglichen Arbeit, dass wir noch weiteres Entwicklungspotenzial besitzen. Manchmal erfordern gewisse Dinge aber Zeit, die es heutzutage so gut wie gar nicht mehr gibt", sagte Kovac.

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Ungeachtet des Drucks hält der 54-Jährige, der am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im drittletzten Saisonspiel der Schwarz-Gelben im Kampf um die Vizemeisterschaft bei Borussia Mönchengladbach antreten muss, allerdings an einem Credo fest: "Auf dem Fundament der Stabilität kannst Du Attraktivität aufbauen – umgekehrt verhält sich das eher schwieriger. Wir arbeiten, um erfolgreich zu sein. Durchs Reden hat noch niemand Titel gewonnen."

Die Sehnsucht von Verein und Fans in Dortmund nach der ersten Meisterschaft ist nach Kovacs Ansicht kein Problem für die Realisierung finanzieller Ziele: "Der BVB stand 2023 kurz vor der deutschen Meisterschaft und 2024 im Finale der Champions League. Natürlich ist die Teilnahme an der Champions League wirtschaftlich enorm wichtig, aber dieses Ziel schließt doch nicht weitere, darüber hinausgehende aus", erklärte Kovac.