Toppmöller muss um Job bangen: "So können wir nicht weitermachen"

Frankfurts Cheftrainer Dino Toppmöller
Frankfurts Cheftrainer Dino ToppmöllerČTK / imago sportfotodienst / osnapix / Michael Titgemeyer

Nach dem 3:3 bei Werder Bremen kritisiert Markus Krösche den Auftritt von Eintracht Frankfurt harsch. Für Trainer Dino Toppmöller könnte es wohl eng werden.

Die Frage nach der Zukunft von Dino Toppmöller hörte sich Markus Krösche nicht bis zum Ende an. "Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen", sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt am späten Freitagabend in den Katakomben des Weserstadions. Krösches Geduld könnte nach dem 3:3 (1:1) in Bremen aufgebraucht sein.

"Immer wieder die gleichen Fehler"

Zuvor hatte der 45-Jährige seinen großen Ärger über die immer gleichen Fehlermuster und die ausbleibende Entwicklung in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht. Über den späten und für ihn "glücklichen" Ausgleich von Ansgar Knauff (90.+4) konnte sich Krösche nicht wirklich freuen.

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Stattdessen legte er den Finger in die Wunde. 39 Gegentore hat keine andere Mannschaft der Liga kassiert, und Besserung scheint nicht in Sicht. "Es ist wichtig, dass wir die Dinge jetzt mal besprechen, denn es sind immer wieder die gleichen Fehler. So können wir nicht weitermachen, so können wir nicht auftreten. Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen", sagte Krösche.

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Toppmöller nimmt sich in die Verantwortung

Scharfe Kritik, die unter dem Strich auch dem Trainer gilt. Toppmöller reagierte auf die Frage, ob Krösches Aussagen ein Wendepunkt für ihn seien, ausweichend.

"Das Gefühl habe ich nicht. Aber am Ende geht es jetzt auch nicht darum, was ich für ein Gefühl habe. Ich glaube, dass wir alle nicht zufrieden sind mit der Punktausbeute und einfach auch anhand der Anzahl der Gegentore. Es ist schon ein sehr leidiges Thema", sagte er auf der Pressekonferenz: "Natürlich bin ich da in allererster Linie in der Verantwortung, das ist doch klar."

Ob es für Toppmöller, der 2023 bei der SGE unterschrieb und den Klub zuletzt in die Champions League führte, weitergeht, schien zu diesem Zeitpunkt offen. Am Mittwoch steht in der Champions League bei Qarabag Agdam die nächste Aufgabe an.

Scharfe Kritik am Abwehrverbund

Dabei muss für Krösche im ganzen Auftritt ein Turnaround her. "Das war heute nicht das, wie wir unsere Mannschaft und wie wir Eintracht Frankfurt repräsentieren wollen", sagte er und kam immer wieder auf die Defensive zu sprechen.

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Allein im Kalenderjahr 2026 hat die Eintracht in Spielen gegen Borussia Dortmund (3:3), den VfB Stuttgart (2:3) und nun Bremen neun Gegentore kassiert. Auch für Toppmöller ein Unding. "Das geht nicht, so kann man das nicht verteidigen. Wir schießen heute im Auswärtsspiel wieder drei Tore. Und das sollte definitiv reichen, um dann auch ein Fußballspiel zu gewinnen", sagte er bei Sky.

Doch es reichte nur zu einem letztlich glücklichen Punkt, der für Toppmöller zu wenig sein könnte.