Es habe in München schon genügend Ersatztorhüter gegeben, die nach einer Beförderung "als Nummer eins mit dem Druck nicht zurechtgekommen" seien. Man dürfe dazu nicht die "Mehrfachbelastung" vergessen, warnte Gospodarek und erklärte mit Blick auf Urbig (22), den er beim 1. FC Köln betreut hatte: "Wenn so ein junger Kerl jeden dritten Tag abliefern muss, ist das schon eine Umstellung."
Gospodarek sieht Nummer-eins-Qualität bei Urbig
Dass Urbig seine Rolle als Nummer zwei annehme und alles aufsauge, lobte Gospodarek ausdrücklich. "Man merkt, dass Manuel Neuer deshalb komplett hinter ihm und seinem Weg steht", sagte der 52-Jährige, der auch schon in der Jugend des FC Bayern gearbeitet hat. Urbig mache zudem "alles, was man dafür tun muss, an die Weltspitze zu kommen. Er will Bayerns Nummer eins werden – und der andere Weg ist dann sowieso vorgezeichnet. In Manu hat er einen unglaublich guten Lehrmeister."
Urbig sieht er auch für den Fall gerüstet, dass Neuer den auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängert. "Irgendwann werden die Samthandschuhe ausgezogen und der Welpenschutz ist vorbei. Die Qualität ist definitiv da", sagte Gospodarek. Entscheidend sei, "wie der Verein auch in Schwächephasen hinter einem steht. Denn jeder Torhüter in diesem Alter macht Fehler – die muss er auch machen. Aber er muss sie auch machen dürfen."
