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Werner, Steffen, Blessin oder alte Bekannte? Gladbach sucht für "Mission Mittelmaß"

Gladbach-Sportchef Rouven Schröder muss nach der Entlassung von Eugen Polanski einen Nachfolger finden.
Gladbach-Sportchef Rouven Schröder muss nach der Entlassung von Eugen Polanski einen Nachfolger finden.ČTK / imago sportfotodienst / Arne Amberg

Ole Werner, Horst Steffen, Alexander Blessin oder ein alter Bekannter? Krisen-Klub Borussia Mönchengladbach sucht mit Hochdruck nach einem neuen Trainer. Sportchef Rouven Schröder muss schnell wie gründlich überlegt handeln. Die Fans des Kultklubs sehnen sich schließlich danach, dass es am Niederrhein nach turbulenten Jahren mit "Mister X" endlich wieder aufwärts geht.

Noch vor sechs Jahren spielte die Borussia in der Champions League, jetzt würde den Anhängern eine ruhige Saison im Mittelmaß vermutlich schon reichen. Prominente Kandidaten für die knifflige Mission werden bereits reichlich gehandelt, neben Werner (zuletzt Leipzig), Steffen (Bremen) und Blessin (St. Pauli) geistern auch die Namen von zwei absoluten Trainer-Granden durch die Medien - Christian Streich und Lucien Favre.

Ob die beiden Fußball-Rentner als Nachfolger für Eugen Polanski überhaupt zur Verfügung stehen, oder welcher Coach sonst ein "Perfect Match" sein könnte, muss jetzt Schröder klären. Der Manager rückt in der aktuellen Gemengelage zwangsläufig in den Fokus.

Seine Aufgabe ist es, einen Trainer mit Qualität zu finden. Einen mit Aura und Charisma, der die Gladbacher aus ihrer aktuellen Krise holt und mittelfristig wieder zu einer Identität verhilft. Liegt Schröder, der für die aktuelle Personalpolitik verantwortlich ist und Polanskis Vertrag ohne Not vor knapp einem Jahr vorzeitig bis 2028 verlängerte, mit seiner Wahl daneben, dürfte es auch für ihn ungemütlich werden.

Zum Match-Center: SC Freiburg vs. Borussia Mönchengladbach

Und die Aufgabe könnte laut Stefan Effenberg gar nicht so leicht werden. "Die entscheidende Frage, die ein neuer Trainer sich jetzt bei Borussia Mönchengladbach immer stellen muss – egal wer es jetzt wird – ist doch: Was gibt die Qualität im Kader überhaupt her?", sagte die Klublegende bei Sport1. Die Kandidaten "werden die Kader einordnen und fragen: Was ist ein realistisches Ziel? Und da gibt es bei Borussia Mönchengladbach nicht viel mehr her als den Kampf gegen den Abstieg". Aber wer will sich das antun?

Nicht nur Polanski scheiterte

Zunächst bereitet Jan-Moritz Lichte das Team interimistisch auf das Heimspiel kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Mainz 05 vor, der neue Trainer könnte dann ausgerechnet mit dem so wichtigen Derby beim 1. FC Köln (11. Oktober) einsteigen.

Daniel Farke, Gerardo Seoane oder nun Polanski - sie alle konnten die Abwärtsspirale in den vergangenen Jahren nicht aufhalten. Mit null Punkten nach drei Spielen ist auch die Gladbacher Realität anno 2026 trist und grau.

Und so gilt wohl für jeden Trainerkandidaten das, was Steffen zuletzt bei Sky über einen möglichen neuen Klub sagte: "Es geht um Entwicklung, es geht um Spieler, die da sind, es geht um Vereinsverantwortliche, die da sind, und das darf zu der Haltung, zu den Dingen, die ich präsentiere, passen."