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US Open (ATP), Finale
nicht vor 20:00 Uhr: Alexander Zverev vs. Ben Shelton
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STIMMEN ZUM DAMEN-FINALE: RYBAKINA - Elena Rybakina krönte ihren Aufstieg zur Nummer eins der Welt mit dem US-Open-Titel, bleibt im Zirkus des Damen-Tennis jedoch eine faszinierende Rätselextraklasse. Wer Emotionen, Wutausbrüche oder emotionale Jubelstürme sucht, findet bei der Kasachin schlicht ein Pokerface.
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"Man kann nie erkennen, was sie fühlt", stellte Coco Gauff nach ihrer Halbfinal-Niederlage fest und sah darin Rybakinas größte Waffe. Rybakina selbst betonte, dass der kühle Kopf eine bewusste Taktik ist: "Nun, es sind viele Emotionen. Ich versuche, sie zu verbergen, weil man dem Gegner nicht zeigen will, wenn man frustriert ist oder etwas nicht läuft."
Ihre Gelassenheit behielt Rybakina auch in stürmischen Zeiten abseits des Platzes – ob bei den ständigen Fragen zu ihrem Wechsel von Russland nach Kasachstan oder im Wirbel um ihren Trainer Stefano Vukov. "Sie haben an mich geglaubt. Es gibt keine Fragen mehr, wie ich mich fühle", stellte sie klar und blickt stolz auf ihre Vorbildfunktion in ihrer Wahlheimat: "Jedes Mal, wenn ich nach Kasachstan zurückkomme, sind immer so viele Kinder da. Das beweist einfach, dass alles möglich ist, wenn man an sich glaubt und hart arbeitet."
Dabei dachte sie als Kind nie an eine Profikarriere: "Ich hätte nie gedacht, dass ich Profi werde oder überhaupt bei solchen Turnieren auf den größten Bühnen spiele. Ich habe einfach nach der Schule Tennis gespielt. Es war einfach nur zum Spaß."
Mittlerweile steht die dreifache Grand-Slam-Siegerin mit 14 Titeln ganz oben an der Weltspitze. Neben einem verbesserten Grundlinienspiel und ihrer gewaltigen Aufschlagstärke bleibt ihre mentale Ruhe das Maß aller Dinge im modernen Tennis.
Jessica Pegula brachte es nach ihrer Halbfinal-Niederlage bei den Australian Open auf den Punkt: "Cool wie eine Gurke. Sie bleibt total entspannt. Sie gibt dir einfach nichts preis. Man weiß nie, ob sie verärgert ist, sich freut oder was auch immer. Ich glaube, das ist im heutigen Tennis ein großer Vorteil."
STIMMEN ZUM DAMEN-FINALE: SABALENKA - Aryna Sabalenka fühlte sich sichtlich unwohl. Die langjährige Hartplatz-Dominatorin und einst unangefochtene Nummer eins im Damentennis hielt ihren Silberteller fest umklammert und suchte nach der obligatorischen Siegerehrung sofort das Weite. Ihren Schläger hatte die Belarussin nach dem 4:6, 7:5, 2:6 im US-Open-Finale gegen Elena Rybakina im Affekt zerschlagen, untröstlich, wütend und ratlos suchte sie nach den passenden Worten.
"Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber ich möchte Elena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren", sagte Sabalenka unter Tränen. Den ersten Platz in der Weltrangliste hatte die 28-Jährige bereits durch Rybakinas Halbfinaleinzug in New York eingebüßt, am Samstag stürmte die ein Jahr jüngere Kasachin mit äußerlicher Ruhe und Konstanz in ihrem Spiel endgültig ihr Reich: Sabalenka ist nicht mehr die Königin der Hartplätze, nach den Australien Open ging in diesem Jahr auch der Siegerpokal der US Open im Finalduell an Rybakina.
Die gebürtige Russin, ein Gegenpol zur von ihren Emotionen lebenden und teils auch an ihnen scheiternden Sabalenka, wirkte fast ein wenig verloren im hellen Licht der Pyro-Fontänen. "Ich hatte das nicht erwartet, als ich zu diesem Turnier kam", sagte sie und bezeichnete Sabalenka demütig als "großen Champion".
Die Tenniswelt sieht aber momentan zumindest anders aus. Wenn am Montag die neue WTA-Rangliste erscheint, steht Rybakina an der Spitze - und Sabalenka, die seit März auf einen Turniersieg wartet nach drei erfolgreichen Jahren erstmals eine Saison ohne Grand-Slam-Titel beenden wird, muss sich wieder herankämpfen.
"Ich wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr", sagte Sabalenka und verschwand bald darauf in den Katakomben des riesigen Arthur Ashe Stadium, das sie 2024 und 2025 als Turniersiegerin verlassen hatte.
Die wichtigsten Matches am Sonntag
US Open (ATP), Finale
nicht vor 20:00 Uhr: Alexander Zverev vs. Ben Shelton
