"Es ist nicht selbstverständlich. Jeder weiß, in welcher Situation wir uns im Sommer mit einem sehr großen Umbruch befunden haben – und jetzt haben wir es geschafft, die Top Acht zu erreichen", erklärte Lerch: "Das will ich noch einmal betonen, und deswegen muss man auch diesen Moment genießen."
Auch deshalb wollte Lerch noch nicht auf die kommenden Herausforderungen blicken. Über den Viertelfinalgegner Olympique Lyon "reden wir morgen, nicht mehr heute Abend", erklärte der Cheftrainer vom VfL Wolfsburg im Interview mit Disney+. Der Weg "bis hierhin", angefangen mit dem großen Umbruch im Sommer, sei "unheimlich schwierig" gewesen, erklärte er.

Nun erneut unter den besten acht Teams Europas zu stehen, sei eine "herausragende Leistung". Deswegen dürfe, ja, müsse, sich die Mannschaft diesen Moment nehmen. "Die nächste Aufgabe wartet am Wochenende, das ist ganz klar, aber jetzt zählt erst einmal dieser Erfolg – und der ist nicht selbstverständlich."
Topspiel gegen die Bayern
Das Bundesliga-Topspiel bei Spitzenreiter Bayern München am Sonntag (16:20 Uhr/ZDF, DAZN und MagentaSport) schob Lerch vorerst zur Seite.
Der Triumph verlangte den Wolfsburgerinnen kurz vor dem Gipfeltreffen in der Liga einiges ab. Nach dem 2:2 im Hinspiel war ein Sieg Pflicht gewesen. Nach dem frühen Führungstreffer von Vivien Endemann (18.) hatte sich der VfL mit aller Kraft gegen den Dauerdruck Juves stemmen müssen, ehe das Traumtor von Cora Zicai (90.+6) alle Dämme brechen ließ.

Die Münchnerinnen, die sich direkt für das Viertelfinale qualifiziert hatten, können hingegen frisch in das Duell starten. Den Umweg über die Zwischenrunde der Königsklasse hatte sich Bayern auf Platz vier gespart, zudem war die Ligapartie am Montag bei Werder Bremen witterungsbedingt ausgefallen.
