Im Alter von 34 Jahren entdeckt Antoine Griezmann noch einmal seine absolute Spitzenform. In den vergangenen Wochen war der Routinier bei Atlético immer wieder unumstrittener Leistungsträger.
Beim beeindruckenden 4:0-Erfolg gegen den FC Barcelona trug sich der Franzose ebenso in die Torschützenliste ein wie beim starken Auftritt im Heimspiel gegen Tottenham (5:2) – gegen die Spurs durfte er sich zusätzlich zwei Vorlagen gutschreiben lassen.
Kein Wechsel in die MLS
Danach betonte der Weltmeister von 2018, dass er mit Atleti noch große Pläne hat. Zumindest einen weiteren Titel möchte er mit den Rojiblanco noch gewinnen, bevor er Madrid verlässt. "Mir geht es sehr gut. Ich genieße es, hier zu sein. Das, was ich auf dem Platz zeige, spricht für sich", sagte der Offensivspieler nach dem Schlusspfiff.

Dass es zuletzt konkretes Interesse von Orlando City gab (das Transferfenster in der MLS schließt erst Ende März), spielt vorerst keine Rolle in Griezmanns Karriereplanung. Er möchte seinen Vertrag bei Atlético erfüllen und zumindest noch eine weitere Trophäe stemmen. Zwar spielt man im Rennen um Spaniens Meisterschaft diesmal keine gewichtige Rolle, doch in der Copa del Rey hat man bereits das Finale erreicht.
Und angesichts der aktuellen Leistungen gibt es guten Grund, auch vom großen Triumph in der UEFA Champions League träumen zu dürfen. Zumal sich mit Julián Álvarez ein weiterer Mittelstürmer in Top-Form befindet. Gegen Tottenham erzielte der Argentinier einen Doppelpack, das Zusammenspiel mit Griezmann funktionierte hervorragend.
Barça an Álvarez interessiert
Dennoch schlägt sich der 26-Jährige mit Abwanderungsgedanken herum. Obwohl er noch bis 2030 im Wanda Metropolitano unter Vertrag steht, möchte er sich seine Zukunft bewusst offen lassen. "Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Vielleicht", antwortete er auf die Frage, ob er das Trikot von Atlético auch noch in der nächsten Spielzeit tragen wird: "Ich bin hier glücklich und habe niemals schlecht über den Verein gesprochen. Ich bin sehr dankbar. Die Menschen hier haben mir viel Zuneigung gezeigt."

Und dennoch: Der FC Barcelona möchte Àlvarez unbedingt nach Katalonien locken. Klub-Präsident Joan Laporta, der sich demnächst zur Wiederwahl stellt, hat bestätigt, dass Barça Interesse hat – und auch der Angreifer dürfte einem Wechsel nicht gänzlich abgeneigt sein. Doch ein Transfer dürfte schlussendlich an den finanziellen Möglichkeiten der Blaugrana scheitern: Gute Neuigkeiten also für Atleti.
