"Haben immer Vertrauen": Real Madrid glaubt an Wunder in München

Kylian Mbappé muss eine Enttäuschung verarbeiten
Kylian Mbappé muss eine Enttäuschung verarbeitenREUTERS/Gonzalo Fuentes

Das Spiel war gerade erst vorbei, die erste Schlacht verloren, da war das Wort "Remontada" schon in aller Munde: Real Madrid, das war nach dem 1:2 (0:1) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayern München schnell klar, glaubt felsenfest an die Aufholjagd - und weiter an den Halbfinal-Einzug.

"Wir haben immer Vertrauen", sagte Nationalspieler Antonio Rüdiger im Brustton der Überzeugung, wenngleich der Abwehrchef die Gegentore als "Geschenke" beklagte.

Real Madrid aber ist nun einmal Real Madrid – und in der Königsklasse immer da, wenn es darauf ankommt. Oder etwa nicht?

Rüdiger (l.) im Zweikampf mit Gnabry (r.)
Rüdiger (l.) im Zweikampf mit Gnabry (r.)REUTERS/Gonzalo Fuentes

Glaube an den Mythos

Auch Trainer Álvaro Arbeloa jedenfalls hielt sich am Nimbus des Rekordsiegers fest. "Wenn eine Mannschaft in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid", betonte der Coach. Bei drei der jüngsten vier Gastspiele ist dies gelungen, nur das letzte endete Remis. Den letzten Heimsieg gegen die Königlichen feierten die Bayern im April 2012 (2:1).

Und so machte Arbeloa auf Optimismus. "Ich zähle im Rückspiel auf meine Spieler", sagte der Coach, "ich bewundere ihren Ehrgeiz und ihren unbedingten Siegeswillen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach Deutschland fahren und gewinnen werden."

Arbeloa beschwört den Real-Mythos
Arbeloa beschwört den Real-MythosREUTERS/Gonzalo Fuentes

Auch die Presse glaubt daran. "In München ist ein Wunder nötig", kommentierte das Real-Hausblatt Marca nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel. Aber: "Real Madrid hat es schon einmal geschafft. Und wir sprechen hier von Europa. Alles ist möglich."

Allerdings spricht die Historie des Wettbewerbs ausnahmsweise mal gegen Madrid: Fünfmal verlor Real bislang in der Champions League oder dem Landesmeister-Cup ein Hinspiel zu Hause – und schied dann jedes Mal aus.

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