Manuel Neuer als "X-Faktor": Jetzt träumt der FC Bayern vom großen Titel

Neuer zeigte gegen Real sein ganzes Können
Neuer zeigte gegen Real sein ganzes KönnenIPA, Independent Photo Agency / Alamy / Profimedia

Der FC Bayern München darf nach dem Hinspiel-Sieg gegen Real Madrid (2:1) weiterhin vom Titelgewinn in der UEFA Champions League Wurf träumen. Nicht zuletzt dank Manuel Neuer, den Vereinsbosse Jan-Christian Dreesen nach der Partie als "X-Faktor" und "Torhüter von Weltklasseformat" bezeichnete.

Der 2:1-Sieg im Gigantenduell bei Real Madrid bedeutet für den FC Bayern das das Ende einer Negativserie. Die Königlichen hatten sich in den vergangenen Jahren zu einem Angstgegner des deutschen Rekordmeisters entwickelt.

Der erste Triumph im San Bernabéu seit einem Vierteljahrhundert, der erste Sieg gegen Real seit neun Spielen – das zeigt, dass die Bayern "viel schaffen können", wie Trainer Vincent Kompany erklärte.

Endlich wieder ein Sieg gegen Real Madrid
Endlich wieder ein Sieg gegen Real MadridREUTERS/Ana Beltran

Das Tor ins Halbfinale der UEFA Champions League ist weit aufgestoßen. Und der mittlerweile 40-jährige Manuel Neuer hat daran einen riesigen Anteil.

Match-Center: Real vs. Bayern

Neuers Top-Leistung 

"Was der heute abgeliefert hat, ist wirklich Wahnsinn", schwärmte Aleksandar Pavlovic von dem 40-Jährigen. Neun Paraden hatte Neuer gezeigt und somit Kylian Mbappé und Vinicius Júnior an den Rande der Verzweiflung getrieben. "Natürlich lässt man gegen so eine starke Offensive auch Torchancen zu", kommentierte Neuer seine Leistung trocken.

Der Kapitän und seine Kollegen wirkten vor der Heimreise nach München äußerst zufrieden. "Es macht einfach Spaß mit der Mannschaft und dem Trainerteam", schwärmte der überragende Neuer. Mit Blick auf einen möglichen Titelgewinn ergänzte er: "Es ist alles möglich." 

Neuer (r.) bei einer Parade gegen Mbappé (l.)
Neuer (r.) bei einer Parade gegen Mbappé (l.)REUTERS/Ana Beltran

Real glaubt an Aufholjagd

Aber: Noch dürfen sich die Münchner nicht in Sicherheit wiegen. Vor dem ultimativen Showdown in der Allianz Arena am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN und Flashscore-Audioreportage) mahnte Neuer, dass das Hinspiel nur "der erste Schritt" gewesen sei.

Zumal der Gegner noch auf ein wundersames Comeback glaubt. Denn: "Wenn eine Mannschaft in München gewinnen kann", mutmaßte Real-Trainer Álvaro Arbeloa, "dann ist es Real Madrid." Die Königlichen glauben felsenfest an eine Aufholjagd.

Vini Junior und seine Kollegen geben nicht auf
Vini Junior und seine Kollegen geben nicht aufREUTERS/Gonzalo Fuentes

Daran hat auch die schwache Chancenverwertung der Bayern ihren Anteil. Wenn sich die Münchner eine Sache vorwerfen lassen – dann, dass sie nach den Treffern von Luis Díaz (41.) und Harry Kane (46.) nicht schon in Madrid für klarere Verhältnisse gesorgt haben. Gerade in der Schlussphase, als Madrid noch auf den Ausgleich drängte, hatten die Münchner mehrere gute Kontergelegenheiten ausgelassen. 

Statistiken zum Hinspiel
Statistiken zum HinspielOpta by StatsPerform