"Zwischen neuen CL-Formaten, der erweiterten FIFA-Weltmeisterschaft und Klub-Weltmeisterschaft sowie internationalen Begegnungen bewegen wir uns auf dünnem Eis", schrieb Gündogan: "Wir kennen noch nicht einmal die langfristigen körperlichen und psychischen Folgen für die Spieler. Wir brauchen einen gesunden Dialog zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohlergehen der Hauptakteure. Die Qualität des Fußballs leidet, wenn sich die Spieler nicht mehr erholen können."
Bayern München etwa könnte in dieser Saison auf 61 Pflichtspiele kommen, wenn die Endspiele im DFB-Pokal und der Champions League erreicht werden. Hinzu kommen für Nationalspieler noch die Länderspiele und die anstehende WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer (11. Juni bis 19. Juli).
Lob für neues Champions-League-Format
Gleichzeitig findet Gündogan aber Gefallen am neuen Format der Königsklasse, auch wenn dieses ebenfalls mehr Spiele vorsieht. Nach anfänglicher Kritik müsse er zugeben: Es mache den Fußball wirklich viel spannender. "Jetzt haben alle Top-Teams bis zum letzten Spieltag gepusht, da jeder die beste Position für die nächsten Runden erreichen wollte. Sportlich gesehen hat dies den Wettbewerbsgeist deutlich erhöht", schrieb er.

Mit Galatasaray hatte er in der Königsklasse jüngst dramatisch Juventus Turin (5:2, 2:3 n.V.) ausgeschaltet, im Achtelfinale geht es nun gegen den FC Liverpool (10./18. März). Seine DFB-Karriere hatte Gündogan im Anschluss an die Heim-EM nach 82 Länderspielen beendet.
