Schlechtes "Signal"? Keine FA-Sperre für Martinelli nach Schiedsrichter-Schubser

Gabriel Martinelli (r.) sieht von Schiedsrichter Sam Barrott die Gelbe Karte.
Gabriel Martinelli (r.) sieht von Schiedsrichter Sam Barrott die Gelbe Karte.REUTERS / Tony O Brien

Trotz seines Schubsers gegen Referee Sam Barrott kommt Arsenals Angreifer Gabriel Martinelli wohl ohne nachträgliche Strafe davon. Beim Viertelfinal-Aus der Gunners im FA Cup gegen Southampton am vergangenen Samstag sorgte der Brasilianer für eine kontroverse Szene, als er den Unparteiischen beiseite schob, um einen Freistoß schnell auszuführen.

Barrott reagierte noch auf dem Platz und zeigte Martinelli für die Aktion die Gelbe Karte. Dabei wird es laut einem Bericht von The Athletic auch bleiben: Da der Schiedsrichter die Situation unmittelbar bewertet und geahndet hat, sieht der englische Verband (FA) von weiteren Untersuchungen oder einer nachträglichen Sperre ab.

Kritik von Ex-Referee Mark Halsey

Die Entscheidung sorgt jedoch für Diskussionen. Der ehemalige Profi-Schiedsrichter Mark Halsey fand deutliche Worte für das Verhalten des Stürmers: "Es tut mir leid, aber Gabriel Martinelli hat Sam Barrott in dieser Situation jeglichen Respekt verweigert. Auch wenn Sam Gelb gegeben hat, wäre es für mich eine Rote Karte gewesen. Man darf einen Schiedsrichter schlichtweg nicht anfassen, geschweige denn wegschubsen."

Halsey betonte zudem die Vorbildfunktion der Profis und die Auswirkungen auf den Breitensport: "Man muss sich nur anschauen, was jeden Samstag und Sonntag auf den lokalen Plätzen im ganzen Land passiert. Welches Signal sendet so ein Verhalten an unsere Amateur-Schiedsrichter?"

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