Marc-André ter Stegen klatscht noch einmal in seine rot-weißen Torwarthandschuhe. Das Bild zu seinem emotionalen Post wirkt wie ein Abschied – auch wenn sich der Nationaltorhüter kämpferisch gibt.
"Ich werde zurückkommen", versichert er seinen Fans bei Instagram auf Spanisch und Englisch. Doch das werde "mehrere Monate" dauern, seine Handschuhe zieht ter Stegen erst einmal nicht mehr an. Sein großer WM-Traum droht damit endgültig zu platzen, seine Chancen auf eine Teilnahme sind nach der erneuten Muskelverletzung auf ein Minimum gesunken.
"Für uns Sportler ist das Schönste der Wettkampf: zu trainieren und zu spielen. All das muss ich nun für mehrere Monate pausieren, da ich mich für eine Operation entschieden habe", schrieb der 33-Jährige am Donnerstag und meldete sich damit erstmals seit dem erneuten Rückschlag zu Wort.
"Ich bin ein positiver Mensch"
Dass ter Stegen zum WM-Start der DFB-Auswahl am 14. Juni in Houston gegen Neuling Curacao im Tor stehen wird, glauben wohl nur noch die größten Optimisten.
Am Freitag muss sich der vom FC Barcelona an den FC Girona ausgeliehene Schlussmann aufgrund der Verletzung im linken Oberschenkel einer Operation unterziehen. "Ich bin ein positiver Mensch. Diese Einstellung hat mich immer begleitet und mir in jeder schwierigen Situation geholfen", teilte ter Stegen mit. Aber: "Diese hier ist besonders hart für mich."

Für den Start des viermaligen Weltmeisters ins WM-Jahr am 27. März in Basel gegen die Schweiz und am 30. März in Stuttgart gegen Ghana fällt ter Stegen definitiv aus. Für das Turnier besteht nur wenig Hoffnung.
Vom Unglück verfolgt
Es passt ins Bild des Pechvogels. Als "ewiger" Kronprinz von Manuel Neuer war er erst nach dessen Rücktritt aus der DFB-Auswahl nach der EM 2024 aus dem übergroßen Schatten des Kapitäns getreten. Doch seither prägten Verletzungen und die Ausbootung bei Barça den Weg des 44-maligen Nationalspielers.

