Nach der Heimniederlage gegen Monaco in der Vorwoche war PSG auf Wiedergutmachung aus – schließlich galt es, den schlechtesten Saisonstart seit 2007 zu verhindern. Die Pariser legten auch prompt einen Traumstart hin: Nach einer Kombination über Joao Neves und Ousmane Dembélé zog Ferran Torres aus 25 Metern direkt ab und traf bereits in der 5. Minute präzise ins untere Eck.
Die spielfreudige PSG-Offensive setzte sofort nach. Dembélé zwang Brest-Keeper Egil Selvik zu einer Glanzparade; den Abpraller setzte Khvicha Kvaratskhelia nur knapp neben das Tor. Die Gastgeber, die vor der Partie um ihren legendären Ex-Trainer Eric Roy trauerten, fanden erst nach einer Viertelstunde besser ins Spiel. Pathé Mboup schoss aus der Distanz knapp über die Latte, kurz darauf verfehlte Ludovic Ajorque eine gefährliche Flanke von Kenny Lala nur um Haaresbreite.
Als PSG-Coach Luis Enrique Mitte der ersten Halbzeit den verletzten Rechtsverteidiger Achraf Hakimi auswechseln musste, geriet der Spielfluss der Gäste ins Stocken. Brest nutzte die Pariser Umstellungsphase, hielt den Champions-League-Teilnehmer gut in Schach und ließ bis zur Pause lediglich einen weiteren Abschluss von Kvaratskhelia zu, den Selvik über die Latte lenkte.
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Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erwies Nuno Mendes seinen Farben beinahe einen Bärendienst: Sein Fehlpass am eigenen Strafraum landete bei Kamory Doumbia, dessen Schuss zwar Matvey Safonov überwand, aber nur am Pfosten klatschte. Die zweite Hälfte blieb turbulent. PSG jubelte kurz über ein vermeintliches Eigentor von Bradley Locko, doch der Treffer wurde wegen eines Schubsers von Warren Zaïre-Emery aberkannt. Wenig später glänzte Locko auf der Gegenseite als Vorbereiter für Doumbia, dessen wuchtigen Kopfball Safonov mit einer reflexartigen Glanztat parierte.
Safonov hält die Punkte für PSG fest
Die Pariser Defensive wackelte nun spürbar. Erst eine Rettungsaktion von Willian Pacho in höchster Not klärte einen Ballverlust von Zaïre-Emery im eigenen Fünfmeterraum. Ein sichtlich bedienter Luis Enrique reagierte und brachte zwei frische Offensivkräfte. Die Wechsel zeigten sofort Wirkung: Nach schöner Vorarbeit von Maghnes Akliouche kam Neves im Rutschen zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Selvik.
In einer umkämpften Schlussphase warf Brest noch einmal alles nach vorne, doch Safonov entschärfte auch den letzten Versuch von Mboup. So brachte PSG das 1:0 über die Zeit und feierte nach dem unter der Woche errungenen Pflichtsieg gegen Slovan Bratislava den zweiten Erfolg in Serie.

Mit diesem Rückenwind blickt Paris nun auf das anstehende Le Classique gegen Olympique Marseille. Aber auch Brest kann trotz der ersten Saisonniederlage viel Mut aus diesem mutigen Auftritt ziehen.
