23 Platzverweise im Derby: Massenschlägerei überschattet Liga-Finale in Brasilien

Am Ende der Partie zwischen Cruzeiro und Atletico Mineiro flogen die Fäuste.
Am Ende der Partie zwischen Cruzeiro und Atletico Mineiro flogen die Fäuste.ČTK / imago sportfotodienst / Evandro Oliveira

Ein dramatisches und chaotisches Ende hat das Finale der regionalen brasilianischen Fußballmeisterschaft Campeonato Mineiro zwischen Cruzeiro und Atlético Mineiro überschattet. In den Schlusssekunden der Partie eskalierte die Situation auf dem Spielfeld vollständig: am Ende verhängte der Schiedsrichter insgesamt 23 rote Karten, ein historischer Negativrekord im brasilianischen Fußball.

Die Begegnung im traditionsreichen Derby der beiden Rivalen schien bereits entschieden, als die Emotionen plötzlich hochkochten. Kurz vor dem Abpfiff gerieten mehrere Spieler aneinander. Aus dem zunächst kleinen Gerangel entwickelte sich innerhalb weniger Augenblicke eine Massenschlägerei, an der sich nahezu alle Akteure auf dem Feld beteiligten.

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Schläge, Schubser und hitzige Wortgefechte sorgten für völliges Chaos im Stadion. Auch Ersatzspieler und Mitglieder des Trainerstabs stürmten auf den Platz und mischten sich in die Auseinandersetzungen ein. Für mehrere Minuten geriet die Situation außer Kontrolle.

Cruzeiro-Sieg gerät in den Hintergrund

Angesichts der Eskalation griff der Schiedsrichter zu drastischen Maßnahmen. Laut offiziellem Spielbericht sprach er insgesamt 23 Platzverweise aus: zwölf gegen Spieler von Cruzeiro und elf gegen Atlético Mineiro, darunter auch gegen den ehemaligen Nationalspieler Hulk. Sämtliche roten Karten wurden infolge der Massenschlägerei am Ende der Partie gezeigt.

Sportlich endete das Finale mit einem 1:0-Sieg für Cruzeiro. Der Erfolg im traditionsreichen Regionalduell geriet jedoch vollständig in den Hintergrund der tumultartigen Szenen.

Videos der Auseinandersetzungen verbreiteten sich kurz nach dem Spiel rasant in sozialen Netzwerken. Die zuständigen Disziplinargremien dürften den Vorfall nun prüfen. Den beteiligten Spielern drohen empfindliche Sperren sowie mögliche weitere Sanktionen.