Werner (29) benötigte keine Anlaufzeit. Nur drei Tage nach seiner Ankunft in den USA - zunächst hatte er sein Visum erhalten müssen - bereitete er das 2:0 durch Ousseni Bouda (79.) stark vor. Erst in der 61. Minute war er aufs Feld gekommen.
"Es war ein besonderes Gefühl, weil ich in den letzten Wochen oder Monaten nicht die Liebe erfahren habe. Alle Menschen hier haben mir diese Liebe gegeben, und das hat sich richtig gut angefühlt", sagte Werner, dessen Karriere in Europa zum Stillstand gekommen war. Bei RB Leipzig hatte er keine Perspektive mehr, der Winterwechsel in die USA war naheliegend.
Die Fans nahmen ihn begeistert in Empfang. "Ich glaube, jeder konnte sehen, wie sehr sich die Leute darauf gefreut haben, mich spielen zu sehen", sagte Werner: "Und das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass es absolut die richtige Entscheidung war, hierherzukommen."
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Whitecaps mit zweitem Saisonsieg
Müller (25./Foulelfmeter, 37.) überragte für Vancouver einmal mehr. "Er hat auf höchstem Niveau gespielt und im Sport das Größte erreicht, was man erreichen kann", sagte Brian White, der das dritte Tor erzielte (45.+2): "Deshalb lernen wir alle von ihm. Er hat sowohl auf als auch neben dem Platz enorm viel Führungsstärke, und wir versuchen alle, uns das anzueignen und seinem Beispiel zu folgen."
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Müller, der in der vergangenen Saison mit den Whitecaps noch das Finale um den MLS-Cup gegen Inter Miami verloren hatte, machte also nahtlos da weiter, wo er in der vergangenen Saison (acht Tore, drei Vorlagen in zwölf Spielen) aufgehört hatte. Nach 71 Minuten hatte er dann vorzeitig Feierabend. Nach dem 1:0-Sieg am ersten Spieltag steht Vancouver nun mit sechs Punkten und makelloser Bilanz auf Platz drei der Western Conference, nur der LAFC und Werners Earthquakes stehen besser da.
