Der Deutsche, schwärmte Laporta nach dem spektakulären Supercopa-Triumph über die Königlichen (3:2), sei ein "meisterhafter" Trainer. Er würdigte Flick für "alles, was er und seine Mannschaft so fantastisch leisten" - und gab ihm gleich den nächsten Auftrag: "Wir möchten an den Erfolg der vergangenen Saison anknüpfen und noch etwas mehr erreichen..."
Zum Match-Center: FC Barcelona vs. Real Madrid
Klar, dass damit der Titel in der Champions League gemeint war. In der Königsklasse war Flick in seiner Premieren-Saison mit Barca im Halbfinale dramatisch an Inter Mailand gescheitert (3:3/3:4 n.V.). Doch mit diesem Trainer, mit diesem Team, da war und ist sich Laporta sicher, muss auch der Henkelpott drin sein.
Flick als Oberhaupt der Barca-Familie
Der Barca-Boss zeigte sich begeistert vom "spektakulären Fußball zum Genießen", zu dem "jeder" beitrage. "Wir sind wie eine große Familie. Es sind die Spieler, ihre Eltern, die Geschwister; ihnen ist es gelungen, verschiedene Kulturen zu vereinen."
Als glückliche Familie präsentierte sich der Tross der Katalanen auch im Siegerflieger. Mit der riesigen Trophäe in ihrer Mitte stießen Flick, Laporta, Sportchef Deco und einige Spieler über den Wolken an. Auch Kapitän Marc-André ter Stegen, der vor einer Leihe zum FC Girona steht, durfte aufs Siegerfoto.
Flick, der im saudischen Dschiddah auch sein achtes Endspiel als Trainer siegreich bestritten hatte, schwärmte: "Es ist ein großartiges Gefühl, ein Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. Wir haben es auf unsere Art und Weise geschafft, wie wir es als Barca tun wollen, und das macht mich umso stolzer."
Seine Mannschaft, meinte der ehemalige Bundestrainer, strotze vor Selbstvertrauen. "Wenn wir so fokussiert spielen und so konzentriert sind, habe ich ein sehr gutes Gefühl", meinte er mit Blick auf die weiteren Ziele. Die katalanische Zeitung Mundo Deportivo adelte ihn als "Final-König" und seine Elf als "Super Campeones", das Blatt Sport titelte: "Mehr als Champions".
Alonso wehrt sich
Sogar Flicks unterlegener Amtskollege Xabi Alonso durfte sich ein wenig als Gewinner fühlen. "Der Klub sollte ihm eine Chance geben", schrieb As: "Er brachte Barca ins Wanken (...). Alonso hat einen Plan und braucht nur das nötige Vertrauen, um ihn umzusetzen."
Ob er dieses im stets aufgeregten Real-Umfeld bekommen wird? Die Niederlage jedenfalls, legte Alonso nahe, sei verkraftbar. "Von all unseren Wettbewerben ist dieser der unwichtigste", sagte er und betonte: "Es ist an der Zeit, nach vorne zu schauen." Zum Beispiel auf die Champions League.
