Winners & Losers: Torwart-Wahnsinn in der Türkei – Wackeln Arsenal wieder die Nerven?

Andreas Giannotis kann sein Glück kaum fassen.
Andreas Giannotis kann sein Glück kaum fassen.AHMAD MORA / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Flashscore präsentiert den Rückblick auf das Fußball-Wochenende: Von Cristian Chivus Derby-Triumph bis hin zum kuriosen Treffer des Kasimpasa-Keepers Andreas Gianniotis – das sind die Gewinner und Verlierer des Spieltags.

Winner: Andreas Gianniotis

In der türkischen Süper Lig ereignete sich am 28. Spieltag eine absolute Rarität: Kasimpasa-Torhüter Andreas Gianniotis avancierte beim Sieg gegen Kayserispor zum Torschützen. In der 66. Minute drosch der Grieche den Ball aus der eigenen Hälfte weit nach vorne, um seine Stürmer einzusetzen.

Doch die Flugkurve überraschte alle: Nach einem tückischen Aufsetzer segelte das Leder über seinen verdutzten Kollegen Bilal Bayazit hinweg direkt ins Netz. Ein spektakulärer Moment, den man so nur selten sieht.

Loser: Real Madrid

Für die Königlichen setzte es einen herben Dämpfer im Titelrennen. Real Madrid unterlag RCD Mallorca dramatisch mit 1:2, wodurch die Gastgeber die Abstiegszone verlassen konnten. Trotz klarer Dominanz und zahlreicher Chancen rächte sich Madrids mangelnde Effizienz bereits vor der Pause durch das Tor von Morlanes.

Zwar glich Eder Militao in der 88. Minute spät aus, doch Vedat Muriqi sorgte in der Nachspielzeit für den Knockout. Während Real nach fünf Siegen in Folge nun Gefahr läuft, den Anschluss an Spitzenreiter Barcelona zu verlieren, feierte Mallorca einen Befreiungsschlag gegen einen Top-Gegner.

Winner: Inter Mailand

Tabellenführer Inter Mailand zementierte seine Vormachtstellung mit einem fulminanten 5:2-Sieg gegen die AS Rom. Im San Siro brannte das Team von Cristian Chivu ein Offensivfeuerwerk ab: Lautaro Martinez eröffnete den Reigen, ehe Hakan Calhanoglu die Gastgeber noch vor der Pause per Distanzschuss erneut in Führung brachte.

In der zweiten Hälfte dominierte Inter nach Belieben: Erneut Martinez, Marcus Thuram und Nicolo Barella schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Mit zehn Siegen aus den letzten zwölf Duellen gegen die Roma bleibt Inter das Maß aller Dinge in der Serie A.

Loser: Arsenal

Die Gunners mussten im FA-Cup-Viertelfinale eine bittere Pille schlucken. Gegen Southampton riss Arsenals Serie von 14 ungeschlagenen Auswärtsspielen bei der 1:2-Niederlage jäh ab. Trotz hochkarätiger Chancen durch Odegaard und Dowman reichte es nicht für das Halbfinale.

Southamptons Trainer Tonda Eckert bewies ein glückliches Händchen: Die Joker Viktor Gyökeres und Shea Charles drehten die Partie und sorgten dafür, dass Arsenal eine weitere Titelchance in dieser Saison leichtfertig verspielte.

Winner: Lionel Messi

Zur Einweihung des neuen Stadions von Inter Miami lieferte Lionel Messi zwar persönlich ab, für einen Sieg gegen den FC Austin reichte es beim 2:2 jedoch nicht. Messi glich die frühe Gästeführung per Kopf aus und blieb der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Männer aus Florida. 

Den späten Ausgleich bereitete er per Ecke für Luis Suarez vor, dessen vermeintlicher Siegtreffer kurz darauf wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Dennoch bewies „La Pulga“ einmal mehr, dass er auch in der neuen Arena der gefeierte Star ist.

Loser: Luis García

Härter hätte das Debüt von Luis García Plaza auf der Trainerbank des FC Sevilla kaum ausfallen können. Die 0:1-Niederlage gegen Oviedo war dabei nicht nur punktetechnisch schmerzhaft, sondern vor allem spielerisch ein Offenbarungseid.

Die Andalusier wirkten völlig ideenlos und brachten über die gesamte Spielzeit keinen einzigen Schuss auf das gegnerische Tor zustande. Für García Plaza ist dies ein historischer Negativwert: Seit Datenerhebung 2003/04 startete kein Sevilla-Coach offensiv harmloser in seine Amtszeit. Ein Weckruf zur Unzeit.