Doch wenn es raus geht auf den Rasen, wenn es ernst wird, legt Onyeka den Schalter um. "Auf dem Platz gebe ich natürlich Anweisungen", sagt der Mittelfeld-Motor und Anführer der Mannschaft. Und gegen Spanien (Samstag, 20.00 Uhr MESZ/RTL und DAZN) wartet jede Menge Arbeit auf den 19-Jährigen.
Zum Match-Center: Spanien vs. Deutschland
Dynamisch, kreativ, fleißig - Onyeka will nicht einfach "nur auf dem Platz stehen, sondern der Mannschaft auch wirklich helfen", sagt der Linksfuß von Bayer Leverkusen, der nächste Saison an den Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg ausgeliehen wird: "Ich bin ein sehr laufstarker Spieler. Ich arbeite sowohl offensiv als auch defensiv viel für die Mannschaft und versuche, stets Torgefahr auszustrahlen."
Mit deutschen Zugenden zum Titel?
Onyeka, der Kümmerer - auch gegen Spanien wird der junge Mann mit dem großen Potenzial überall gefordert sein, schließlich gilt La Furia Roja als Favorit. Zumal das Duell in der Gruppenphase für den DFB-Nachwuchs 0:4 verloren ging. Doch jetzt ist Endspiel und "wir werden natürlich alles reinwerfen", verspricht Onyeka, der neben der deutschen auch die nigerianische Staatsbürgerschaft besitzt.
Technisch und spielerisch scheinen die DFB-Bubis nicht auf einem Niveau wie Rekordchampion Spanien zu sein, doch das Team von Christian Wück begeistert trotzdem in Zeiten der großen WM-Depression - und zwar ausgerechnet mit den sagenumwobenen deutschen Tugenden. "Ich würde sagen, dass wir einen sehr energiegeladenen Fußball spielen", sagt Onyeka, der sein Team mit einem Last-Minute-Tor gegen die Ukraine (2:1) ins Finale schoss: "In unserem Spiel steckt viel Wille - man merkt, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Genau das zeichnet unsere Mannschaft aus."
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Und jetzt sind sie fast am Ziel. Schon vor dem Turnier hatte Onyeka eine klare Ansage gemacht: "Unser Ziel ist es, mit dem Titel nach Deutschland zurückzukehren." Genau wie Joshua Kimmich und Co. 2014.
