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"Besser geht es nicht": U21-Debütant Brunner setzt seinen Höhenflug fort

Paris Brunner bejubelt seinen zweiten Treffer beim U21-Gastspiel in Lettland.
Paris Brunner bejubelt seinen zweiten Treffer beim U21-Gastspiel in Lettland.OKSANA DZADAN / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Paris Brunner brauchte gerade einmal 53 Sekunden, um seine Bewerbung für höhere Aufgaben einzureichen. Mit seinem frühen Führungstreffer und einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck (41.) krönte das Sturmjuwel beim 4:0 (2:0) in Lettland sein traumhaftes U21-Debüt in der EM-Qualifikation mit einem Doppelpack - und rückte einmal mehr ins Blickfeld von Bundestrainer Jürgen Klopp.

"Zwei Tore gleich im ersten Spiel? Besser geht es nicht", schwärmte der Matchwinner, der seinen Höhenflug bei der AS Monaco (sechs Saisontore) in der DFB-Auswahl nahtlos fortsetzte. "Bremsen mache ich nicht, brauche ich nicht, und wäre ich auch blöd, wenn ich das machen würde", sagte DFB-Trainer Antonio Di Salvo. Er habe ihm einfach "gratuliert, das kann gerne so weitergehen".

Klopp hat Brunner, wie viele andere aus der stark besetzten U21-Offensive, längst auf dem Radar. Der 20-Jährige sei ein "Riesentalent, seit Jahren", sagte Klopp erst kürzlich bei der Nominierung seines XXL-Kaders. Nicolò Tresoldi (FC Brügge), Dzenan Pejcinovic (VfB Stuttgart) und eben Brunner seien "interessant und können alle kicken".

Brunner glänzte am Samstagabend in Riga vor allem mit seinen Tempodribblings und sorgte in ungewohnter Rolle auf der linken Außenbahn immer wieder für Gefahr. "Normal spiele ich in der Mitte, wo ich nicht so viel ins Eins gegen Eins gehen kann. Das war schon ein gutes Gefühl", sagte er im DFB-Interview.

Zum Match-Center: Lettland U21 vs. Deutschland U21

Die Premiere mit "Sternchen" (Brunner) beeindruckte auch seine Teamkollegen. "Er ist ein super Fußballer, spielt überragend in seinem Verein und hat das hierhin mitgenommen", sagt Kapitän Tom Bischof. "Es macht einfach Spaß, mit ihm zu spielen", meinte Tresoldi.

Di Salvo über Brunner: "Wenn der klar bleibt,..."

Dabei sorgte der ehemalige U17 Welt- und Europameister lange nicht nur mit seinem Talent für Schlagzeilen. Die Suspendierung bei Borussia Dortmund, Diskussionen um sein Verhalten und nicht zuletzt die Sperre nach seinem umstrittenen Kopf-ab-Jubel in Frankreich warfen immer wieder Fragen auf.

Er sei "natürlich nicht super happy über die Geste, aber das ist dann jetzt auch wieder ein paar Tage her und interessiert mich nicht", sagte Di Salvo. "Wenn der klar bleibt, dann hat der ein Riesenpotenzial, dann sind bei ihm nach oben keine Grenzen gesetzt", meinte Ex-Europameister Markus Babbel als TV-Experte bei Sat.1.

Ausruhen wollte sich Brunner auf seinem traumhaften Debüt jedenfalls keineswegs, am Mittwoch (18.00 Uhr/ProSiebenMAXX) auf Malta und am 6. Oktober zum Qualiabschluss in Bielefeld gegen Georgien wird er weitere Gelegenheiten bekommen. "Genießen tue ich das immer nur für ein bis zwei Tage, dann zählt nur das nächste Spiel", sagte Brunner, der im beschaulichen Daugava-Stadion mit einem breiten Grinsen noch fleißig für Selfies posierte. Sein Motto: "Das nächste Tor ist immer das wichtigste."

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