Brasilien wartet: Japan glaubt an die Überraschung – Schweden gegen Deutschland?

Hajime Moriyasu muss mit Japan gegen Brasilien ran
Hajime Moriyasu muss mit Japan gegen Brasilien ranProfimedia

Japan und Schweden lösen mit einem Remis gemeinsam ihr Ticket für die K.o.-Runde. Japan fiebert dem Duell mit dem Rekordweltmeister entgegen.

Hajime Moriyasu bat die Fußball-Großmacht mit japanischer Höflichkeit um Verzeihung. Wen er denn für das stärkste Team halte, wurde der Nationaltrainer der "Blauen Samurai" gefragt. Die Antwort? "Ich würde sagen: Argentinien. Ich entschuldige mich bei Brasilien, dass ich das gesagt habe", erklärte Moriyasu, nachdem er mit Japan das Ticket für das WM-Sechzehntelfinale durch ein 1:1 (0:0) gegen Schweden gelöst hatte.

Nach Platz zwei in der Gruppe F kommt es am Montag (19.00 Uhr MESZ/MagentaTV und in der Flashscore-Audioreportage) in Houston zum Aufeinandertreffen mit dem Rekordweltmeister. Natürlich herrscht großer Respekt vor dem fünfmaligen Titelträger, das war Moriyasu dann doch wichtig zu betonen. "Brasilien zählt zu den besten Mannschaften der Welt", sagte der 57-Jährige.

Zum Match-Center: Brasilien vs. Japan

Japan wittert eine Chance

In Ehrfurcht erstarren die in der Gruppenphase unbesiegten Japaner aber nicht. Der Glaube an die eigene Stärke ist groß, ein Testspielsieg gegen die Selecao im Oktober 2025 in Tokio (3:2) sorgt für zusätzliche Zuversicht. Damals hatte der viermalige Asienmeister sogar einen 0:2-Rückstand zur Halbzeit in einen Sieg verwandelt.

"Beim letzten Mal haben wir Brasilien gezeigt, dass wir kein einfacher Gegner sind. Das ist ein großer Fortschritt für uns", sagte Moriyasu: "Wir glauben, dass wir eine Chance auf den Sieg haben und in die nächste Runde einziehen können."

Das wäre nur ein weiterer Zwischenschritt. Japan nimmt zum achten Mal in Folge an einer WM teil. Bisher kam das Team aber nie über das Achtelfinale hinaus. Das soll sich ändern, auch wenn nun bereits eine Runde vorher das Team um Superstar Neymar, Torjäger Vinicius Junior und Starcoach Carlo Ancelotti wartet. Besonders vor dem Trainer-Urgestein hat Moriyasu Hochachtung. "Ich bewundere ihn als Trainer, er ist großartig. Ich glaube nicht, dass ich jemals so sein kann wie er", sagte Moriyasu.

Schweden und Potter gegen das DFB-Team?

Eine weit weniger illustre Karriere als Ancelotti hat Graham Potter vorzuweisen. Und trotzdem kann der Engländer Schwedens WM zumindest als Teilerfolg verbuchen. Als Gruppendritter hat er mit seinem Team die nächste Runde sicher. Dort könnte Schweden auf die deutsche Nationalmannschaft treffen.

Neben der DFB-Elf sind Ex-Weltmeister Frankreich und Norwegen mit Torjäger Erling Haaland die wahrscheinlichsten Gegner der Schweden. Potter will es nehmen, wie es kommt. "Das ist die WM, das ist die Herausforderung, vor der wir stehen. Wir freuen uns auf jeden Gegner, aber wir werden als Außenseiter gelten."

Immerhin: Die vermeintlich beste WM-Mannschaft, Titelverteidiger Argentinien, kann es nicht werden.

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