"Es war Schicksal": Schiedsrichter Artan in der Heimat begeistert empfangen

Omar Artan wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert.
Omar Artan wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert.KENZO TRIBOUILLARD / AFP / Profimedia

Der somalische Schiedsrichter Omar Artan ist nach der verweigerten Einreise in die USA in seine Heimat zurückgekehrt und in Mogadischu mit großem Jubel empfangen worden. Am Flughafen der Hauptstadt begrüßten ihn mehr als 100 Unterstützer sowie zahlreiche Journalisten. Nach der verpassten WM-Teilnahme gab sich Artan kämpferisch und richtete den Blick in die Zukunft.

"Ich werde bei der nächsten Weltmeisterschaft dabei sein und weiterhin Somalia stolz machen", sagte der 34-Jährige und fügte hinzu: „Was passiert ist, ist passiert – es war Schicksal. Ich bin dankbar für die Unterstützung, die mir die FIFA gegeben hat“, sagte Artan nach seiner Ankunft in Somalias Hauptstadt Mogadischu gegenüber Reportern und rief seine Unterstützer dazu auf, hinter ihrem Land zu stehen.

Artan, Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025, war vom Weltverband FIFA für die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada nominiert, am Flughafen von Miami aber von US-Behörden abgewiesen worden. Im Gespräch mit der New York Times betonte er, "die richtigen Unterlagen und alles" gehabt zu haben. "Ich hatte das richtige Visum", betonte Artan.

US-Behörde erklärt Visa-Ablehnung

Nach eigenen Angaben war er am Flughafen elf Stunden befragt und anschließend in eine Einzelzelle gebracht worden. Anschließend habe er nach Istanbul reisen müssen - laut Artan habe er keine Begründung von den Beamten erfahren.

Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am späten Dienstag mit, Schiedsrichter Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung", weshalb er "für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen" sei.