Für Österreichs Frauen-Nationalteam wartet am Freitag gleich mehrfach ein besonderes Spiel. Das WM-Qualifikationsduell gegen Slowenien am Wiener Sport-Club-Platz ist nicht nur das erste Heimspiel unter Neo-Teamchef Lars Söndergaard, sondern zugleich das 250. Länderspiel in der Geschichte der ÖFB-Frauen.
Die Vorfreude innerhalb der Mannschaft ist entsprechend groß. Nach den ersten gemeinsamen Trainingstagen in Eisenstadt richtet sich der Fokus nun voll auf die wichtige Qualifikationspartie. Dabei soll vor allem die Energie aus dem viel beachteten 0:0 gegen Deutschland im April mitgenommen werden.
„Der Punktgewinn im letzten Spiel gegen Deutschland war historisch, das hat uns auf jeden Fall Erleichterung und viel Energie mitgegeben“, erklärt Claudia Wenger. Die Leverkusen-Legionärin spürt innerhalb der Mannschaft große Bereitschaft, nach einer langen Saison noch einmal alles zu investieren. „Mit dem neuen Teamchef kommt zudem ein gewisser neuer Schwung. Er hat natürlich eine neue Idee, die wir jetzt umsetzen müssen.“
Neuer Teamchef bringt frische Impulse
Die ersten Tage unter Söndergaard haben bei den Spielerinnen einen positiven Eindruck hinterlassen. Bereits im Pre-Camp der vergangenen Woche konnten erste Inhalte vermittelt werden, nun gilt es, diese in den verbleibenden Einheiten weiter zu festigen.
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Auch Barbara Dunst sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. „Das Remis gegen Deutschland hat jedem wieder ein Stück mehr Selbstvertrauen und Hoffnung gegeben. Wir wollen zur Weltmeisterschaft fahren und wollen uns gegenseitig mit der Motivation anstecken“, betont die Bayern-Legionärin.
Gleichzeitig fordert sie von der Mannschaft ein hohes Maß an Eigenverantwortung. „Wir müssen von uns selbst viel einfordern, dass wir uns gegenseitig unterstützen, aber auch genau zuhören, was von uns verlangt wird.“
Fans sollen erneut zum Erfolgsfaktor werden
Besondere Hoffnungen setzt das Team auf die Unterstützung von den Rängen. Das Heimspiel gegen Deutschland in Ried war mit 4.300 Zuschauerinnen und Zuschauern erst das zweite ausverkaufte Heimspiel in der Geschichte des Frauen-Nationalteams und sorgte für eine besondere Atmosphäre.
Wenger hofft nun auf eine ähnliche Kulisse in Wien-Hernals. „Wir hoffen auf viele Fans und eine gute Stimmung, weil genau das gegen Deutschland sehr viel ausgemacht hat in Ried. Es ist ein großer Push von außen, den wir auch am Freitag in Wien brauchen werden.“
Auch Sophie Hillebrand blickt optimistisch auf die bevorstehende Aufgabe. Die HSV-Spielerin sieht die Mannschaft nach den ersten Trainingseinheiten auf einem guten Weg: „Die ersten Eindrücke von Lars Söndergaard sind sehr positiv. Jetzt gilt es, die Stimmung von letzter Woche und die Energie mitzunehmen, die kommenden Einheiten gut zu nutzen und uns dann einfach auf das Spiel am Freitag vorzubereiten.“
Mit neuem Trainer, viel Selbstvertrauen und einem historischen Jubiläum vor Augen wollen die ÖFB-Frauen die nächsten Schritte in Richtung Weltmeisterschaft setzen.
