"Wir haben ein großes Ziel vor Augen jetzt. Es ist immer cool, wenn es Spiele sind, in denen es um etwas geht", sagte Kapitänin Gwinn vor dem Duell mit Slowenien am Dienstag (17.45 Uhr/ARD). "Nichts zählt außer ein Sieg", stellte auch Carlotta Wamser klar: "Mit der Einstellung gehen wir rein. Wir schauen auf uns und machen unsere Aufgaben." Das muss allerdings ohne Klara Bühl gelingen.
Zum Match-Center: Deutschland vs. Slowenien
Die 25-Jährige vom Double-Gewinner Bayern München hatte sich am Sonntag im Training am Campus in Frankfurt eine muskuläre Verletzung zugezogen. Statt nach Dresden reiste Bühl zurück in die bayrische Landeshauptstadt – und verschärfte damit die Sorgen in der Offensive.
Auch Cerci und Hoffmann fehlen
Selina Cerci (TSG Hoffenheim) hatte bereits kurzfristig vor Lehrgangsstart verletzungsbedingt absagen müssen, Giovanna Hoffmann (RB Leipzig) laboriert derzeit noch an einem Kreuzbandriss, zudem schwebt über dem DFB-Team ohnehin die Frage, wer nach dem Abschied von Alexandra Popp zuverlässig für Tore sorgen soll. In Lea Schüller, die Anfang des Jahres einen Neubeginn bei Manchester United wagte, steckte eine der designierten Nachfolgerinnen zuletzt im Formtief.
Nun bricht in Bühl eine der Konstanten im Team von Bundestrainer Christian Wück weg. Bei der EM im vergangenen Jahr verpasste die Flügelspielerin auf dem Weg ins Halbfinale fast keine Minute. In der Nations League war sie mit zwei Treffern in den Duellen mit Frankreich maßgeblich am Einzug ins Finale beteiligt, auch wenn die DFB-Elf es dort später gegen Spanien nicht auf die Anzeigetafel schaffte.
"Die Einzige, die sehr häufig für richtig Torgefahr gesorgt hat, war Klara Bühl mit ihren Einzelaktionen", sagte Popp mit Blick auf ihre Erbinnen zuletzt im RND-Podcast.
Veit und Mühlhaus vor Debüt?
Gegen Slowenien müssen dies nun andere übernehmen, wenn die vermeintlich leichteste Aufgabe in der Quali-Gruppe A4 mit dem nächsten Gegner Norwegen am Samstag (18.00 Uhr/ZDF-Livestream) und Österreich nicht gleich zum Stolperstein werden soll. Denn mit der Jagd auf das Ticket für die WM-Endrunde 2027 gehen auch größere Träume einher. "Wir wissen, dass wir noch höhere Ziele haben, auch gerne mal wieder einen Titel gewinnen wollen", sagte Sportdirektorin Nia Künzer.
Auch Wück will nun von seiner Mannschaft, bei der in Jella Veit (Eintracht Frankfurt) und Larissa Mühlhaus (Werder Bremen) auch zwei Newcomer dabei sind, den nächsten Schritt sehen. "Wir wollen diese Lücke, die wir noch haben zu Spanien oder zu anderen Top-Nationen, weiter schließen", erklärte der Bundestrainer. Gegen Slowenien wolle er sehen, "dass wir zu 100 Prozent auf dem Platz sind" und "zu 100 Prozent unsere Identität zeigen".
