"Besonders für den Spieler selbst ist das tragisch, vor allem da er mit seinem Verein mitten im Abstiegskampf steckt", erklärte Koeman am Donnerstag am Rande einer Preisverleihung. "Einzig sein junges Alter ist ein Lichtblick. Er wird zweifellos noch viele große Turniere bestreiten, aber das ändert nichts an der Schwere dieses Moments."
Koeman gab zu, dass die Diagnose nach den ersten Reaktionen auf dem Spielfeld befürchtet worden war: "Wir haben die Untersuchungen abgewartet, doch leider gab es keine Entwarnung. Für uns ist das ein herber Verlust, da er ein Spieler mit außergewöhnlichem Talent ist."

Als potenzielle Nachfolger nannte der Trainer den Ex-Leipziger Justin Kluivert vom Premier-League-Klub AFC Bournemouth, der sich nach einer Knie-OP im Januar wieder im Training befindet. Außerdem kommt Guus Til vom niederländischen Meister PSV Eindhoven als verlässliche Option in Frage.
Fokus auf die Weltmeisterschaft
Interessanterweise sieht Koeman in verletzungsbedingten Pausen nicht nur Nachteile. Mit Blick auf Frenkie de Jong, der beim FC Barcelona nach langer Abwesenheit behutsam aufgebaut wird, betonte er: "Solche Pausen können Spielern auch eine nötige Regeneration ermöglichen. De Jongs Fehlen bei der EM vor zwei Jahren war schmerzhaft, aber wir blicken nach vorn."
Koeman versprach, für die Endrunde die bestmögliche Formation zu finden. Die Elftal startet am 14. Juni in Dallas gegen Japan in das Turnier. In der Gruppe F warten zudem Schweden und Tunesien auf die Niederländer.
