UNIQA ÖFB Cup: Halbfinale zwischen Titelträumen und Derbyfieber

Karim Onisiwo schärft sein Visier für das Cup-Halbfinale gegen Altach.
Karim Onisiwo schärft sein Visier für das Cup-Halbfinale gegen Altach.ČTK / imago sportfotodienst / Fotostand / Wassmuth

Zwischen Titelträumen und Derbyfieber geht der UNIQA ÖFB Cup am Mittwoch, 4. März in die entscheidende Phase. Der SCR Altach, Red Bull Salzburg, der LASK und Ried träumen vom Finale. Spannung garantiert!

Zwei Duelle, vier völlig unterschiedliche Ausgangslagen. Und doch haben alle Klubs nur ein Ziel: das Ticket nach Klagenfurt. Der FC Red Bull Salzburg ist im Duell mit Altach der Favorit und möchte nach drei erfolglosen Jahren an die alten Cup-Erfolge anknüpfen. Die Vorarlberger hingegen träumen vom ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte.

Zum Matchcenter: FC Red Bull Salzburg – SCR Altach | Mittwoch, 4. März, 18:00 Uhr | Red Bull Arena

Im oberösterreichischen Derby zwischen der SV Ried und dem LASK ist Hochspannung garantiert. Auf dem Papier wartet ein ausgeglichener Cup-Fight mit leichten Vorteilen für die Linzer. Beide Partien werden live in ORF 1 übertragen.

Zum Matchcenter: SV Oberbank Ried – LASK | Mittwoch, 4. März, 20:30 Uhr | BWT Oberösterreichische Arena

 

 

Favorit mit Respekt

Die Bilanz des FC Red Bull Salzburg im UNIQA ÖFB Cup kann sich sehen lassen. Mit zehn Finalteilnahmen und neun Titeln in den vergangenen 14 Jahren dominierten die Bullen den Wettbewerb wie kein anderer. Doch zuletzt war zweimal im Viertelfinale und einmal im Halbfinale Endstation. Daher ist der Anspruch in Salzburg klar: Zurück auf die große Bühne im Klagenfurter Wörthersee Stadion.

Allerdings wartet mit Altach ein Gegner, der 2026 noch ungeschlagen ist und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale steht. Die Vorarlberger haben auf ihrem Weg unter anderem Sturm Graz ausgeschaltet und drei ihrer vier Cup-Spiele souverän mit 3:1 gewonnen.

 

H2H FC Red Bull Salzburg - Altach
H2H FC Red Bull Salzburg - AltachFlashscore

 

Die letzten drei direkten Duelle zwischen Salzburg und Altach in der Bundesliga endeten jeweils remis. Am Mittwoch wird es allerdings eine Entscheidung geben, wenn nötig erst im Elfmeterschießen. Trotz der unbestrittenen Favoritenrolle der Salzburger warnt Offensivtalent Kerim Alajbegović eindringlich vor den Vorarlbergern: „Sie haben im Frühjahr nämlich schon richtig starke Leistungen gezeigt und erfolgreich gespielt, weil sie sehr konsequent und diszipliniert auftreten. Für uns wird das auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit.

Für das Halbfinale stehen den Bullen Takumu Kawamura, Sota Kitano, Stefan Lainer, John Mellberg und Justin Omoregie nicht zur Verfügung. Tim Drexler ist fraglich, während Jannik Schuster und Yorbe Vertessen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Beim SCR Altach gibt es keine Ausfälle. Die Vorarlberger gehen mit voller Kapelle in ihr erstes Cup-Halbfinale.

 

Emotionen pur nach dem späten Ausgleich des LASK im letzten OÖ-Derby.
Emotionen pur nach dem späten Ausgleich des LASK im letzten OÖ-Derby.ČTK / imago sportfotodienst / Daniel Scharinger

 

Derbyfieber in Ried

Am Mittwoch, um 20:30 Uhr findet das zweite Oberösterreich-Derby im Innviertel innerhalb kürzester Zeit statt. Dem knappen Bundesliga-Remis vom letzten Mal folgt nun ein bedingungsloser Cup-Fight um den Einzug ins Finale. Für Ried ist es bereits das elfte Halbfinale der Vereinsgeschichte. Viermal ist der Aufsteiger bisher ins Finale eingezogen und hat den Pokal zweimal gewonnen (1998, 2011). Besonders bemerkenswert: In dieser Saison hat Ried im Wettbewerb noch kein Gegentor kassiert. Die Wikinger gehen mit viel Selbstvertrauen in das Duell.

Der LASK stand bereits sechsmal im Cup-Finale, konnte den Pokal jedoch nur in der Saison 1964/65 in die Höhe stemmen. In der Bundesliga trafen beide Teams zuletzt in der 19. Runde aufeinander. Das hart umkämpfte 1:1 zeigt, wie eng die Kräfte verteilt sind. Von den letzten sechs Aufeinandertreffen endeten fünf unentschieden, ein Duell entschied Ried für sich.

 

 

Personell können beide Teams auf ihre Stammkräfte zurückgreifen. Ried-Coach Maximilian Senft betont die Underdog-Rolle seines Teams: „Die Rollen sind vor der Partie klar verteilt und wir nehmen unsere Rolle als Underdog gerne an. Wir wissen um unsere Stärken und wollen den LASK über die volle Distanz fordern und schlussendlich besiegen.

Für den LASK gilt es, den Favoritendruck in eine positive Leistung umzumünzen. Trainer Dietmar Kühbauer mahnt zur Vorsicht: „Da wird harte Gegenwehr kommen“. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass die SV Ried kein Selbstläufer für die Linzer ist.

Das Rieder Stadion ist mit 7.336 Zuschauern ausverkauft. Spannung, Leidenschaft und die Aussicht auf einen Finaleinzug sorgen für die perfekten Voraussetzungen für einen elektrisierenden Cupabend.