Goffin sagt leise Servus: Belgiens Tennis-Pionier gibt Karriereende bekannt

David Goffin erreichte 2017 als erster Belgier die Top 10 der Weltrangliste
David Goffin erreichte 2017 als erster Belgier die Top 10 der WeltranglisteJULIAN FINNEY / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Der belgische Topspieler David Goffin hat angekündigt, seine Karriere nach der Saison 2026 zu beenden. Verletzungsprobleme und die körperlichen Belastungen der letzten Jahre gaben den Ausschlag für den Rücktritt eines der präzisesten Spieler seiner Generation.

Der 35-Jährige gab seine Entscheidung am Freitag in einem Video auf sozialen Netzwerken bekannt und verwies vor allem auf die zunehmenden körperlichen Probleme als ausschlaggebenden Faktor: "All die Jahre auf höchstem Niveau haben meinem Körper letztlich zugesetzt. Die Knieverletzung, die ich im vergangenen Jahr erlitten habe, war ein entscheidender Faktor für meinen Entschluss, aufzuhören", erklärte Goffin.

Goffin: Eine belgische Legende

Der Rechtshänder aus Lüttich schrieb Tennisgeschichte für Belgien: 2017 erreichte er als erster Spieler seines Landes die Top 10 der Weltrangliste und kletterte bis auf Rang sieben. Es war der Höhepunkt einer Karriere, die durch Konstanz, Spielintelligenz und außergewöhnliches Timing geprägt war.

In jenem Jahr sorgte Goffin auch auf der größten Bühne für Aufsehen. Bei den ATP Finals in London besiegte er sowohl Rafael Nadal als auch Roger Federer und zog sensationell ins Finale ein. Zudem führte er Belgien ins Davis-Cup-Endspiel, das erst gegen Frankreich verloren ging.

"Weit mehr geschenkt, als ich je zu träumen gewagt hätte"

Insgesamt gewann Goffin sechs Titel auf der ATP-Tour und stand in neun weiteren Endspielen. Auch bei Grand-Slam-Turnieren überzeugte er regelmäßig – unter anderem mit dem Viertelfinaleinzug in Wimbledon 2017. 

Zuletzt war der Belgier in der Weltrangliste auf Platz 156 zurückgefallen – ein Spiegelbild der zunehmenden Verletzungsprobleme und der gestiegenen Konkurrenz im modernen Tennis: "Ich habe dem Tennis alles gegeben, und dieser Sport hat mir weit mehr geschenkt, als ich je zu träumen gewagt hätte", so Goffin. "Genau das macht meine Entscheidung so schwer."


Erwähnungen