Nachdem Tiger Woods seinen Ball mit einem mächtigen Hieb auf das virtuelle Fairway der Leinwand gedonnert hatte, jubelten erst die TV-Kommentatoren, dann die Fans samt den Teamkollegen – und zum Schluss auch er selbst.
"Es hat Spaß gemacht", sagte der Golf-Superstar im Anschluss an sein lang ersehntes Comeback mit einem Grinsen im Gesicht. Der Auftritt beim Finale der Indoorliga TGL schürte die Spekulationen über eine Rückkehr des mittlerweile 50-Jährigen auf die ganz große Bühne beim Masters in zwei Wochen.
Noch mehr als mit seinen Schlägen ("Ich hatte ja nur ein paar Drives und ein paar Putts") überzeugte der US-Amerikaner mit dem offenbar überraschend guten Zustand seines eigentlich so geschundenen Körpers.
Ärger über Niederlage
Woods präsentierte sich muskulös und durchtrainiert wie in besten Zeiten. "Körperlich ging es gut", gab der 15-malige Majorchampion zu Protokoll - und schickte eine Botschaft hinterher, die mehr als alles andere gegen den zuletzt befürchteten Eintritt in die sportliche Rente spricht: "Ich liebe den Wettbewerb."
Woods machte keinen Hehl daraus, wie sehr er nach wie vor von seinem Ehrgeiz getrieben wird. Die Niederlage mit seinem Team "Jupiter Links" gegen "Los Angeles" um die englischen Stars Justin Rose und Tommy Fleetwood wurmte den Kalifornier – bei aller Freude über das Comeback.
"Es fühlt sich gut an, zurück zu sein", sagte Woods: "Aber die Umstände hätten besser sein können. Ich bin frustriert, dass wir es nicht geschafft haben."
Professionelle Vorbereitung
Der Frust dürfte weichen, falls der fünfmalige Gewinner tatsächlich ab dem 9. April beim ersten Major des Jahres in Augusta im US-Bundesstaat Georgia abschlagen wird. Seit der British Open im Sommer 2024 hat er kein Turnier mehr bestritten. Erst hatte der einst beste Golfer der Welt mit den Folgen seiner siebten Rücken-OP zu kämpfen, vor einem Jahr wurde er durch einen Riss der Achillessehne zurückgeworfen.
Dennoch wollte Woods zuletzt seine Rückkehr zum Masters nicht ausschließen. "Das ist nicht vom Tisch. Es gibt gute Tage und schlechte Tage", sagte er über sein Training: "Ich arbeite ständig daran, versuche, mehr Ausdauer in diesen Körper zu bekommen und ihn auf ein Level zu bringen, auf dem ich wieder auf höchstem Niveau spielen kann."
