"Unser Ziel ist klar": Wiencek glaubt an Kiels Champions-League-Chance

Patrick Wiencek bei seinem Abschiedsspiel im Juli 2025
Patrick Wiencek bei seinem Abschiedsspiel im Juli 2025ČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Der frühere Kapitän Patrick Wiencek ist überzeugt, dass der THW Kiel trotz der jüngsten Rückschläge in der Handball-Bundesliga noch alle Chancen im Rennen um die Champions-League-Plätze besitzt. "Es ist unglaublich eng. Mit Berlin, Flensburg, Lemgo, uns und Gummersbach liegen mehrere Teams innerhalb weniger Minuspunkte. Jedes Spiel zählt", sagte der Ex-Kreisläufer des Rekordmeisters der Sport Bild. "Unser Ziel ist klar: die Champions League."

Der THW, der am Samstag (20. Uhr/Dyn) im Nordderby die SG Flensburg-Handewitt empfängt, hatte in der Liga zuletzt überraschende Niederlagen gegen den VfL Gummersbach und beim TVB Stuttgart hinnehmen müssen und mischt im CL-Rennen nur noch als Außenseiter mit.

Nach 24 Spieltagen liegt Kiel mit 34:14 Punkten punktgleich mit dem TBV Lemgo Lippe auf Rang fünf, fünf Zähler hinter Flensburg (39:9) auf Platz zwei und vier hinter den Füchsen Berlin (38:10) auf Rang drei. Auch der VfL Gummersbach (33:13) sitzt den Kielern mit einem Spiel weniger dicht im Nacken. "Die Zeiten, in denen man fest mit der Champions League planen konnte, sind vorbei", weiß Wiencek.

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Tabellenspitze Handball-BundesligaFlashscore

Die HBL hat bislang zwei Startplätze für die Champions League sicher, ein dritter Platz für ein deutsches Team gilt jedoch als möglich. Neben einem möglichen Upgrade für den Bundesliga-Dritten könnte künftig auch der Sieger der European League einen Startplatz für die Königsklasse – in der in der kommenden Saison erstmals 24 Teams starten – erhalten. In diesem Wettbewerb steht Kiel bereits im Viertelfinale, am Dienstag gewannen die Kieler beim nicht mehr bedeutenden Abschluss der Hauptrunde klar gegen Nordrivale Flensburg (36:29).

"Wie Dortmund und Schalke"

Am Wochenende kommt es im 116. Schleswig-Holstein-Derby nun zum sportlich weitaus bedeutenderen Wiedersehen in der Bundesliga. "Als ich es selbst erlebt habe, habe ich sofort gedacht: Wow. Diese Intensität spürt man bei keinem anderen Bundesliga-Spiel so deutlich", sagte Wiencek, der seine Karriere am Ende der vergangenen Saison beendet hatte, über das Prestigeduell. "Es ist wie im Fußball zwischen Dortmund und Schalke."

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