Karl, 17, Bayern München, und El Mala, 19, 1. FC Köln, sind die Entdeckungen der Saison, werden längst als Zukunft des deutschen Fußballs gehandelt. Entsprechend stehen die Senkrechtstarter am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky und RTL) im direkten Duell ihrer Teams besonders im Fokus. Gerade bei Nagelsmann, gerade mit Blick auf die WM im Sommer.
Zum Match-Center: Köln vs. Bayern
Lob vom DFB-Sportdirektor
"Es geht nur über Leistung. Die haben sie bis jetzt gezeigt", hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler zuletzt betont. El Mala, der mittlerweile auch bei den Bayern auf der Liste stehen soll, war nach einem starken Saisonstart in Köln von Nagelsmann im vergangenen November sogar schon nominiert worden, aber nicht zum Einsatz gekommen. Bei Karl ist eine Berufung in die DFB-Elf angesichts seines rasanten Aufstiegs zum Stammspieler wohl nur noch eine Frage der Zeit.

"Ich bin mir sicher, Julian Nagelsmann wird seine Leistung wohlwollend beobachtet haben", sagte Völler am Sonntag im Sport1-Doppelpass über Karl. El Mala verbinde derweil Technik mit "Geschwindigkeit und Schusstechnik", lobte der 65-Jährige: "Wenn er reinkommt, bringt er die Leistung. Wenn er richtig dranbleibt, wird er sicher bald Stammspieler."
Kwasniok in der Kritik: Bald mehr Starteinsätze für El Mala?
Denn: Während Karl in den jüngsten neun Partien achtmal in der Startelf stand, ist El Mala trotz seiner starken Ausbeute (sieben Tore, drei Vorlagen) meistens nur Ersatz. Er setze lieber auf El Malas Qualitäten als "Spielentscheider", erklärte FC-Trainer Lukas Kwasniok.
Die Fans sehen das dem Vernehmen nach eher anders. Neben der Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg soll auch El Malas Rolle Auslöser für die jüngste Kritik an Kwasniok vonseiten der Ultras gewesen sein. Diese habe "schon ein bisschen was mit mir gemacht", bekannte Kwasniok bei RTL/ntv/sport.de: "Aber wir haben die Dinge jetzt thematisiert und dann gilt es auch weiterzumachen."
Trotz Real-Ausrutscher: Karl-Hype in München
Von solchen Diskussionen sind sie in München unter Trainer Vincent Kompany weit entfernt. Der verbale Ausrutscher von Karl bei einem Fanklub-Besuch, als der Jungstar Real Madrid als seinen "Traumverein" bezeichnet hatte, war in den vergangenen Wochen schon das heikelste Thema - und selbst das scheint längst wieder aus der Welt geräumt.
"Ein 17-Jähriger darf auch mal Fehler machen", hatte Sportvorstand Max Eberl beschwichtigt und lobend ergänzt: "Er zeigt seine Leistung auf dem Platz". Womöglich auch am Mittwoch. Der Bundestrainer wird hinsehen.
