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Ricken platzt der Kragen: BVB zieht sich aus Poker um Kölns El Mala zurück

Aktualisiert
El Mala wird nach aktuellem Stand beim 1. FC Köln bleiben
El Mala wird nach aktuellem Stand beim 1. FC Köln bleibenČTK / imago sportfotodienst / Christoph Hardt

Said El Mala lachte und scherzte mit seinen Teamkollegen, als er in der Kölner Mittagssonne vom Rasen des Geißbockheims schlenderte. Dass sein aufsehenerregender Rekordwechsel zu Borussia Dortmund nur Augenblicke zuvor überraschend geplatzt war, ließ sich der Jungstar des 1. FC Köln nach der Einheit am Freitag nicht anmerken.

Der BVB wäre bereit gewesen, ihn zum teuersten Zugang der Klubhistorie zu machen - noch vor Weltfußballer Ousmane Dembélé. Doch Vereinsboss Lars Ricken hatte am Ende der Woche genug. El Mala, betonte er, sei "kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden".

Über Wochen hatte der BVB-Boss mit Kaderplaner Ole Book um dem Shootingstar gekämpft, er wedelte mit dicken Geldbündeln und lockte die Kölner mit mehreren Rekordsummen - doch kurz vor dem Saisonstart stieg der Vizemeister entnervt aus dem zähen Poker um das Offensivjuwel aus.

Kein neues BVB-Angebot

Man habe in den vergangenen Tagen "offene Gespräche mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln geführt, die unser letztes Angebot jedoch abgelehnt haben", sagte Ricken der Funke Mediengruppe. Der BVB werde "kein weiteres Angebot mehr unterbreiten und einen Transfer des Spielers nicht weiter verfolgen".

Medienberichten zufolge hatten die Dortmunder am Mittwochabend das nächste Angebot für El Mala vorgelegt, um den spektakulärsten Transfer des Sommers innerhalb der Bundesliga zu finalisieren. Ein Gesamtpaket in Höhe von über 50 Millionen Euro inklusiver aller Boni reichten den Kölnern um Sportchef Thomas Kessler offenbar aber nicht aus. Die Rheinländer beharrten wohl auf ihrer Forderung von einer fixen Ablöse von mindestens 50 Millionen Euro.

Den FC freut es: "Einer, der vorangeht und alle anderen mitzieht"

Beim BVB seien alle Verantwortlichen von dem Spieler überzeugt gewesen, schrieb die WAZ. Auch die Familie El Mala um Mutter Sabrina bevorzugte einen Wechsel ins Ruhrgebiet. Zumindest die Kölner freute es, dass ihr Juwel zunächst weiter am Geißbockheim trainieren wird.

"Ich bin aktuell von nichts anderem ausgegangen", sagte FC-Trainer René Wagner: "Ich freue mich, dass Said da ist. Said ist natürlich einer, der vorangeht und alle anderen mitzieht. Deswegen freue ich mich, dass er bei uns bleibt." Auf die Frage, ob er davon ausgehe, dass El Mala in der anstehenden Saison für Köln spielen werde, antwortete Wagner: "Ja."

Nächste Steigerung für El Mala?

Erst im Juli 2025 hatte El Mala seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert – ohne Ausstiegsklausel. Der Flügelspieler überzeugte in Köln auf Anhieb. In seiner Premierensaison in der Bundesliga gelangen dem Offensivspieler 13 Treffer und vier Vorlagen.

El Malas Stats der Vorsaison
El Malas Stats der VorsaisonFlashscore

"Said hat einen langfristigen Vertrag und wir haben keinen Grund, den Spieler abzugeben", sagte Kessler zuletzt, doch: "Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun." Das dürfte auch für den Rest des Sommers gelten

Seit Monaten kursieren Gerüchte um El Malas Zukunft. Medienberichten zufolge soll der 19-Jährige, der von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach einer starken Saison nicht für die WM nominiert worden war, zuvor schon ein Angebot des FC Brentford aus der Premier League ausgeschlagen haben.

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